9. Oktober 2020

Jede Menge Zucchinis - Was tun? Hier ein paar neue Ideen...

 Meine Lieben,

ganz sicher kennt Ihr das auch...?! Weil in Vorjahren nicht alle Samen aufgegangen sind, und weil die Schnecken den verbliebenen Zucchinipflanzen mächtig zugesetz haben, genau deshalb habe ich in diesem Jahr  deutlich mehr Zucchini-Samen in meine Anzuchterde gelegt...

Das Ergebnis war toll, denn im Frühjahr sind diesmal alle Samen aufgegangen…eigentlich wunderbar.                  Aber für einen Zweipersonenhaushalt waren das definitv zu viele...                                            Ja, Ihr habt ja Recht, die Kinder und Enkel sind oft da...trotzdem, es war    z u v i e l   des Guten...

Also habe ich einige dieser Pflänzchen verschenkt oder getauscht…                                                         dennoch sind immer noch deutlich zu viele in meinem eigenen Garten gelandet...

 

 

Und die haben so wunderbar geblüht. Die Bestäuber waren auch sehr fleißig und so kam es wie es kommen musste...Wir hatten einfach zu viele Früchte auf einmal...

 

 

Jetzt sind die Zucchinis ja ein sehr vielfältiges Gemüse. Da lässt sich schon so einiges machen…         Aber meine Familie wollte nicht jede Woche dreimal erkennbar Zucchinis essen… 

Und so habe ich Freunde und Nachbarn „glücklich gemacht“ - bis es selbst ihnen zuviel wurde... 

Bei all meinen Bemühungen ist es dann auch noch passiert, dass ich unter den großen Blättern wahre Zucchini-Keulen einfach übersehen habe.   

 

 

Die Erfahrung zeigt zwar, dass gerade diese großen „Keulen“ eine sehr feste Schale entwickeln und von daher auch sehr gut (und über viele Wochen!) zu lagern sind…

  Ich musste mir trotzdem etwas einfallen lassen.                                                                                           

Hier ist das Ergebnis: Ich nenne es Zucchini-Schnitten.

Das Rezept geht wie folgt:

                                                                         Zutaten: 
                                                                                                                                                                     1000 g Zucchini, 250 g gekochter Schinken, 120 g Frischkäse, 120 ml saure Sahne, 200 g Emmentaler am Stück,  6 Eier, 150 g Stärkemehl, 16 Cocktail-Tomaten, 2 größere Knoblauchzehen, Muskat, Salz, Pfeffer, frische Rosmarin-Nadeln
 
 
 

                                                                Zubereitung:                                                                                                                                                                                    Zucchini waschen und mit einem Sparschäler schälen; danach längs in 2 Teile schneiden; mit einem Löffel die Kerne und das weiche, sie direkt umhüllende, etwas flaumige Fruchtfleisch entfernen; 

 


                        Das geht übrigens ganz prima mit einem stabilen Eis-Portionierer.

Diese beiden Hälften dann nochmals längs zerteilen, so dass Ihr Viertel vor Euch liegen habt; diese grob  raspeln; den gekochten Schinken (eventuell ohne Speckrand) in kleine Würfel schneiden;

 

den Emmentaler Hartkäse (oder Mildenberger, der hat weniger Fett) reiben; 

 

Knoblauch mit der Presse zerkleinern und dann mit Sahne, Eiern, Frischkäse, Stärkemehl, Muskat, Pfeffer und Salz in eine Schüssel geben und mit einem Quirl verrühren;

 

diese Masse zu dem fein geriebenen Emmentaler, dem gewürfeltem Schinken und der geraspelten Zucchini dazugeben und alles gut vermischen;


Jetzt ist nicht mehr viel zu tun.

 


     Nehmt ein viereckiges Backblech (mit höherem Rand) und legt dieses mit Backpapier aus.

 


Eigentlich sollten es ja Cocktail-Tomaten sein, aber unsere waren leider schon alle...und so habe ich meine normalen Stabtomaten genommen, diese in Achtel geschnitten, dann halbiert und mit der Schnittfläche leicht in die Gemüsemasse gedrückt; 

 


Anschließend habe ich noch frische, zuvor fein gehackte Rosmarinnadeln auf meinen Gemüsekuchen gestreut, 



und ab gings in den vorgeheizten Backofen;                                                                                                                                                                                          bei 180° Umluft ca. 60 Minuten backen; nach der Backzeit aus dem Ofen nehmen, etwas abkühlen lassen und dann in 16 gleichgroße Stücke zerteilen;

Diese Zucchini-Schnitten können sowohl warm als auch kalt gegessen werden. Als Beilage passt ganz ausgezeichnet frischer Tomatensalat mit Zwiebeln und Kräutern.

Die Schnitten selbst eignen sich auch sehr gut zum Mitnehmen für ein Picknick, und als gesunde Zwischenmahlzeit im Büro. Sie können problemlos in einer Mikrowelle in 1 – 2 Minuten erwärmt  oder, wie schon gesagt, kalt gegessen werden.

Leider kann ich Euch die fertigen Zucchinischnitten nicht mehr zeigen. Die Familie kam etwas früher als erwartet und die waren augenscheinlich so richtig "ausgehungert"...

Da gab es kein Halten mehr, und als ich an die Fotos dachte, war der Großteil schon verputzt!

Dafür gibt es hier noch ein weiteres, wirklich wunderbares Zucchini-Rezept!

 

 

Und als Tischmuck biete ih Euch noch diesen schönen herbstlichen Strauß an, den ich gleichzeitig an  Holunderblütchen sende...

 

 

 

Wenn Ihr auch so viele Zucchinis habt, dann ist dieses Rezept vielleicht genau das Richtige für Euch. Ich wünsche jedenfalls gutes Gelingen, und lasst es Euch so richtig gut schmecken!

 Dieser Post geht jetzt noch an Betty in Neuseeland

an die Zitronenfalterin

und an Riita mit Friday Bliss 

und zu Arun,

die gerne etwas übers Ernten und verwerten von Gemüse  zeigen möchte.

 


  

Habt ein wunderschönes Wochenende!


...und alles Liebe



Eure Heidi




1. Oktober 2020

„An apple a day keeps the doctor away“

                                                                Meine Lieben,

        auch das gehört zu Herbstfreuden: Ernten, ernten, ernten...und dann natürlich verwerten...

    Manchmal ist es ja doch ziemlich viel auf einmal...Da muss man die Hände ganz schön rund gehen                             lassen, um all den wunderbaren Gaben des Gartens gerecht zu werden.

        Hier das Beispiel ÄPFEL - eine Frucht, die ich unglaublich liebe. Vor allem wenn sie festes                                                        Fruchtfleisch hat und eine gewisse Säure!


Und Äpfel sind soooooo gesund! Wisst Ihr eigentlich, dass man Äpfeln auch den Beinamen            "Besen für den Körper" gegeben hat? Das wird zurückgeführt auf die Tatsache, dass dieses Obst einen hohen Gehalt an Ballaststoffen, Polyphenolen und Flavonoiden hat. Letztere gehören zu den sekundären Pflanzenstoffen, die unserem Körper richtig gut tun. Sie wirken zellschützend und sie  sollen unseren Körper von sog. Stoffwechselgiften reinigen...klingt nicht schlecht!

Und dann enthalten die Äpfel ja auch noch viele Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente, aber wenig Kalorien - na, wie klingt das in Euren Ohren? Ran an die Äpfel!


 

      Ihr wisst ja, dass unser Garten ziemlich klein ist. Daher setze ich oft auf die "3. Dimension".         

 Das heißt, ich gehe im wahrsten Sinn des Wortes in die Höhe!

Nein, natürlich nicht ich selbst...Ich suche mir Pflanzen aus, die wenig Platz am Boden beanspruchen dafür aber in die Höhe gehen, so z. B. die Säulenbäume...

 

 

 Jetzt schaut Euch doch das Blühen in diesem Frühjahr an - es war einfach umwerfend!



Und wir hatten richtig Glück - all die fleißigen Bestäuber waren in großer Zahl in unserem Garten zugange. Ich glaube fast, es hat sich herumgesprochen, 
dass bei uns keine Chemie zum Einsatz kommt...
 
Und so durften wir uns jetzt im Herbst über Apfel an Apfel freuen...so toll!



 
Laden die nicht direkt zum Reinbeißen ein? Also mich schon...
 
 

 
 

Wie Ihr hier sehen könnt, wir haben verschiedene Säulenäpfel. Das trägt einmal auch zu einer guten    Bestäubung bei, und unsere Ernte ist so richtig schön bunt!                             


 Äpfel sind ein sehr dankbares, unproblematisches Obst. Man kann so Vieles damit machen: 
Viez, Apfelsaft, Apfel-Pfannkuchen, Apfel-Kompott, Apfel-Gelee, Apfelchutney, Apfel-Tee, Smoothies mit Äpfeln + Minze + Buttermilch, Apfelbratlinge, Apfelkuchen versunken, gedeckt, mit Pudding, mit Schmand oder wie hier mit Streuseln...Dann gibt es noch Äpfel im Obstsalat oder als pikante Beigabe in Fleischsalat...
Oder Ihr macht einen süßen Flammkuchen mit Äpfeln...
Und im Winter - oh, ich rieche sie schon, die herrlichen Bratäpfel - hm so lecker...
Es gibt übrigens auch Bratapfelmarmelade - die schmeckt einfach köstlich und sie wird bei uns schneller verputzt, als man gucken kann...schmunzel...
 
Und Euch fällt bestimmt auch noch das ein oder andere Gericht aus oder mit Äpfeln ein!?!
Lasst doch mal hören!
 
 
 
 
 
 Und was haltet Ihr von leckeren Apfelchips? Die kann man naschen (fast) ohne schlechtes Gewissen!

 Wir haben uns in diesem Jahr einen Dörrautomaten gekauft, denn die Ernte war einfach riesengroß... Und es waren auch viele Äpfel dabei, die "Macken" hatten. Diese mussten ziemlich rasch verarbeitet werden. Da bot sich das Dörren geradezu an.
 
 

 
Wir haben zwar keine der runden schönen Apfelringe, denn die Macken und Faulstellen mussten ja zuerst herausgeschnitten werden...Aber diese Stücke sehen doch auch ganz passabel aus- 
oder was meint Ihr?



 
Mein Mann und ich haben auch bei dieser Erntearbeit wieder im Team gearbeitet. Ich habe die Äpfel gewaschen, alle unbrauchbaren Stellen herausgeschnitten, dann geschält und das Kerngehäuse entfernt. Mein Mann hat dann die Apfelstücke gehobelt, und danach mit einer Mischung aus Zitronensaft und Wasser mittels eines Silikonpinsels beide Seiten flächig eingepinselt - 
dann werden die Apfelstücke nicht so schnell braun.
 
 

 
 Letztlich hat er sie dann auf die 5 "Etagen" des Dörrautomats verteilt. Nach einigen Stunden hatten wir ganz leckere Apfelchips. Wir haben natürlich gleich probiert, und waren uns auch gleich sicher: 
alt werden die bei uns nicht!
Nachdem sie gut abgekühlt waren, habe ich sie dann in ein großes, luftdicht zu verschließendes Glas gegeben. Am besten lagert man dieses an einem kühlen und dunklen Ort - das ist bei uns der Keller.

Jetzt bin ich gespannt, wie das Dörren mit den Tomaten klappen wird. Davon haben wir dankenswerterweise auch jede Menge...
 

    Ich wünsche allen Gärtnerinnen und Gärtnern unter Euch auch solche hoch erfreuliche Ernte.            Da weiß man doch wofür man im Sommer all das Wasser geschleppt hat...


Habt eine gute Zeit! Fühlt Euch gedrückt! Passt gut auf Euch auf!


Alles Liebe


Eure Heidi



12. September 2020

Farbgebung der Hortensien beeinflussen und dann diese herrlichen Herbstfarben "einfangen"

 

 Meine Lieben,

             wir haben zwar erst September, aber es ist dennoch die "goldene Herbstzeit" angebrochen.

Es ist eine Zeit von vielfach angenehmer Wärme und mildem Licht.

Und die Natur wird wieder zum großen Künstler mit ihrem herausragenden Farbenspiel.


Dieser kleine Hortensienstrauß ist ein wunderbares Beispiel dafür.


Ich liebe diese Blütendolden sehr! Egal ob frisch erblüht oder in warme Herbstfarben getaucht...sie beeindruckt mich immer wieder aufs Neue...


Und damit ich mich lange an ihnen erfreuen kann konserviere ich ihre Blüten. Das ist ganz einfach.

 

Eine Anleitung dazu findet Ihr hier.


                Dass Ihr die Farben der Hortensien beeinflussen könnt ist euch sicher bekannt!?                    Falls nicht, hier ein paar Tipps: Der pH-Wert des Bodens ist entscheident.


Es heißt also zuerst: den pH-Wert des Bodens messen! Wünscht Ihr rote Blüten, dann muss er im alkalischen Bereich liegen - im Mittel bei 6 oder sogar etwas darüber. Das erreicht Ihr mit Kalkgaben. Wollt Ihr hingegen zartrosa Blütenbälle, dann fügt Eurem Gießwasser etwas Essig hinzu. 

Aber Vorsicht - wird die Erde zu sauer, dann verfärbt sich Eure Hortensie nicht babyrosa sondern, bei entsprechendem Aluminiumgehalt des Subtrats, blau.         

       

Welche Farbe passt am besten in Euer grünes Reich?  Vielleicht dürfen wir ja mal so ganz vorwitzig in Euren Gärten nachschauen?! Das wärs doch!

 

Ich sende jetzt noch schnell meine kleine Herbstfreude  an niwibo,

an Sommerglück 

und an  Holunderblütchen.

 

 

Habt ein wunderschönes Wochenende - "tankt" ganz viel Freude, Glück und Kraft!

 

 

Alles Liebe

 

Eure Heidi





2. September 2020

Erste Herbstfreuden

 Meine Lieben,

              was leben wir doch in einer schnelllebigen Zeit!

Erst "gestern" haben wir alle unter der extremen Hitze gestöhnt und jetzt

klopft schon der Herbst an unsere Gartentür...

               

Und ER gehört zum Herbst - der Hopfen! Sicher wusstet Ihr, dass nur die weiblichen Pflanzen diese bildschönen zapfenartigen Früchte tragen.


Beim Bierbrauen sind sie unverzichtbar, aber der Hopfen ist auch eine ganz wunderbare Heilpflanze. Darüber werde ich in einem anderen Post berichten...


Heute zeige ich Euch, wie wunderbar man sie zu Dekorationszwecken nutzen kann.


Ein aus Hopfenfrüchten gebundener Kranz an der Tür von unserem Kotta...

Kotta? Wenn Ihr mehr darüber wissen wollt, schaut einfach hier und hier und hier 

und  hier  und vor allem HIER

 

Sieht schmuck aus...oder?

 

Ich mag Kränze so sehr, und da habe ich gleich noch einen kleinen gebunden...


          ...und ihn mit weiteren herbstlichen Accessoires aus dem Garten auf diesem Edelstahlteller                    mit Fuß "angerichtet"...


 Das ist Deko, die mein Mann mag - so ganz ohne Blütenstaub...


                    Dieses kleine paußbackige Zapfen-Männchen wollte auch unbedingt mit                          auf den Hammerschlag-Teller...


...und ohne Kerze ist eine Deko doch nicht wirklich komplett...oder?


Diese kleine Herbstfreude sende ich jetzt noch an niwibo

Der September läuft bei Ihr unter dem Motto: 




"Alles aus dem Herbstgarten."
 
Da kommt bestimmt eine ganze Menge zusammen...
Ich bin gespannt...


...und wünsche Euch ALLEN eine wunderschöne 1. Septemberwoche!



Alles Liebe


Eure Heidi



29. August 2020

Sommerblumen in einem alten Krug - passt!

 Meine Lieben,

heute habe ich es endlich wieder einmal geschafft meinen sommerlichen Blumenstrauß bei Holunderblütchen einzustellen

 

               Ich liebe Gladiolen...sie sind für mich eines der Sinnbilder des blühenden Sommers.



In diesem alten Krug gefällt mir der Strauß besonders.

 



               Ein paar Dahlien sind auch dabei...sie läuten schon ein klein wenig den Herbst ein...



Und dann habe ich noch einige blühende Wildkräuter dazugetan...

 


Hier kann man die heilende Schafgarbe gut erkennen...

 



                             ...und hier die wunderschönen Blütendolden der Wilden Möhre...





 Des Nachts - in Licht getaucht - dominiert dieser Strauß die ganze Küche...

 

     Oder was meint Ihr?

 

 Ich wünsche Euch ein wunderschönes Wochenende!

Mögt Ihr ALLE von den teilweise angekündigten Unwettern verschont bleiben!!! 

Ich drücke jedenfalls ganz fest die Daumen!

 

 

Alles Liebe

 

Eure Heidi