3. April 2020

Sich eine Freude gönnen - mit einem Blümchen-DIY für Holunderblütchen


Meine Lieben,

gerade in solchen Zeiten, die bedrückend sind, die auch vielerlei Ängste auslösen 
brauchen wir für unsere Seele - für unser Gemüt auch Dinge, die uns Freude machen.

Ein paar Blümchen sind bestimmt dazu geeignet uns ein kleines Lächeln
 auf unser Gesicht zu zaubern!

Jetzt, wo wir keine Blumensträuße kaufen können, ist Kreativität umso mehr gefragt.
Glücklich, wer einen Garten oder Frühlingsblüher auf dem Balkon hat. 

Meine Kinder haben mir zu meinem Geburtstag, der liegt schon eine kleine Weile zurück, mit einem ganz wunderbaren selbst gemachten Geschenk eine riesige Freude gemacht. 

Zu der Zeit gab es noch geöffnete Blumenläden, man kann es an der Auswahl erkennen...
Heute müssen wir uns beschränken, auf das, was wir in unserem direkten Umfeld 
oder auf einem Spaziergang finden.

Und dafür ist der von meiner Silke und ihrem Mann Jörg kreierte und selbst hergestellte "Blumenbilderrahmen" geradezu ideal. Denn um ihn wirkungsvoll in Szene zu setzen 
genügen ein paar ganz kleine Blümchen - schaut selbst!









 Auf jeden einzelnen dieser kleinen Glasballons hat meine Silke noch ihre Namen graviert...
Ich bin hin und weg...

Könnt Ihr es überhaupt lesen: hier   S i l k e



Schwiergersohn:  J ö r g



Enkelin:  A i l e e n



Enkel:  J u l i a n



und Julians Schatz:  V i v i e n



Und so bekam ich diesen "Blumenrahmen" an meinem Geburtsag geschenkt:





















Wie gefällt Euch dieses Arrangement?
Ich habe mich ganz unglaublich darüber gefreut!

Wäre es nicht wunderschön, wenn diese Anregung auch Euch eine Freude bringen könnte -
...idealerweise durch Nachahmung!
Ich drück Euch!


Und ich wünsche Euch von ganzem Herzen, dass Ihr den Herausforderungen dieser Zeit
gewachsen seid. Gönnt Euch Lichtblicke! Unbedingt!!!

U N D :    Passt gut auf Euch auf und bleibt gesund!!!


Alles,alles Liebe


Eure Heidi





Diesen Post verlinke ich jetzt noch ganz schnell mit Holunderblütchen
und mit Niwibo  die Osterfreuden sucht. 





29. März 2020

Brotback-DIY mit Natursauerteig

Meine Lieben,

diese große Herausforderung, vor der wir alle mit dem Corona-Virus stehen, lässt Viele umdenken.
So wird z. B. wieder deutlich mehr selbst gekocht und auch gebacken! Das liegt natürlich auch daran, dass etliche von uns, um Sozialkontakte zu meiden, Zuhause bleiben (müssen).
"Social distancing" heißt hier das "Zauberwort".

Und so haben wir deutlich mehr Zeit, für Dinge, die wir vielleicht schon immer tun wollten...
Dazu gehört, wie ich weiß, bei so Manchem auch das Brotbacken!

Ich kann Euch versprechen, alleine die Düfte, die dann durchs ganze Haus ziehen, machen schon Appetit!!! Ich muss meine Familie und auch mich selbst immer wieder zügeln, damit wir nicht schon an dem noch warmen Brot herumschnippeln...Das duftet so toll, die Versuchung ist echt groß...

Ein selbst gebackenes Brot eröffnet zudem alle Möglichkeiten eigene Vorlieben oder Geschmäcker zu berückichtigen... Da fällt mir z. B. ein deftiges Zwiebelbrot und ein Nuss- oder Mandelbrot ein. 
Ganz super ist auch ein Pfefferbrot, ein Kräuterbrot oder ein Brot mit Brennnesselsamen...




Ihr seht schon, der Möglichkeiten gibt es jede Menge - so ganz nach eigenem Gusto...     
Meine Kursangebote in dieser Richtung sind daher auch immer sehr zeitig  ausgebucht, 
und so leid es mir tut, ich muss jeweils etliche Interessierte auf einen späteren Kurs vertrösten...
Und dieser sollte eigentlich jetzt Anfang April starten, aber das wird nun nichts...

Mit unseren Kommunion-Kindern wollte ich auch Brot backen. Wir hatten uns das schon so schön ausgemalt - alles auf unbestimmte Zeit verschoben...

Aber hier, sozusagen online, kann ich  einen kleinen Brotbackkurs halten...
...garantiert ohne Ansteckungsgefahr für uns Alle!




 Fangen wir mit der Herstellung eines Natursauerteigs an. Das geht ganz einfach!
Denn was Ihr dazu braucht sind lediglich 2 Dinge: Roggenmehl und Wasser!

Tag 1:
 Ihr nehmt 100 g Roggenmehl - bevorzugt Biomehl- gebt selbiges in eine Schüssel und gießt 100 ml 40° warmes Wasser dazu. Diesen Ansatz verrührt Ihr, dann zudecken und an einem warmen Ort
24 Stunden stehen lassen.





Es ist ganz wichtig, dass das Wasser diese 40° hat - mit einem Bratenthermometer lässt sich das ganz prima kontrollieren.




Tag 2:
 Ihr gebt zu dem 1. Ansatz wieder 100 g Roggenmehl und 100 ml 40° warmes Wasser dazu, wieder gut verrühren, zudecken und weitere 24 Stunden an einem warmen Ort stehen lassen. 




Eine nicht ganz unwichtige Überlegung möchte ich Euch noch mitgeben:

 Brot braucht beim Backen relativ große Hitze - sprich: viel Energie
Ich bin daher dazu übergegangen normalerweise mindestens 2 Brote auf einmal zu backen.
Man braucht die gleiche Energiemenge wie für 1 Brot!

Als unsere Kinder noch Zuhause waren, habe ich sogar 4 Brote auf einmal gebacken.
Es wird ebenfalls die gleiche Energiemenge wie bei 1 Brot benötigt! 
Ich hatte damals den Innenraum meines Backofens ausgemessen und dann habe ich 4 längliche Kastenbackformen gekauft, die exakt zusammen in den Backofen gepasst haben - 
drei quer und eine längs - hat prima funktioniert!



Die Mengenangaben bei diesem Rezept sind für 1 Brot!

Tag 3:
Es kommen wieder 100 g Roggenmehl und 100 ml 40° warmes Wasser zu dem Ansatz hinzu. Ordentlich verrühren und diesen Ansatz zugedeckt ca. 20 - 24 Stunden,
 wie gehabt, an einem warmen Ort stehen lassen.
Insgesamt haben wir dann eine Gesamtmenge von 600 g Sauerteig!
Davon brauchen wir 500 g für unser Brot und 100 g zur späteren Vermehrung beim nächsten Brotbacktermin, der in spätestens 8 Tagen sein sollte!!!


Solltet Ihr auch 2 Brote auf einmal backen wollen, dann geht wie folgt vor:
1. Tag 150 g Roggenmehl + 150 ml warmes Wasser
2. Tag 150 g Roggenmehl + 150 ml warmes Wasser
3. Tag 250 g Roggenmehl + 250 ml warmes Wasser
Das ergibt eine Gesamtmenge von 1.100 g - wovon 1000 g für die beiden Brote gebraucht werden und die restlichen 100 g Sauerteig für die Vermehrung beim nächsten Backen 
zum Einsatz kommen werden.





Tag 4 ist bei neu angesetztem Sauerteig der Brotbacktag! Das ist auch der Tag an dem Ihr Euch überlegen solltet, welche Mehle und welche besondere Zutaten Ihr für Euer Brot 
zum Einsatz bringen wollt.
Ich hatte mich hier für ein Mischbrot (Roggen- und Weizenmehl) entschieden, dem ich 150 g gehackte Mandeln zugefügt habe.

Dann braucht Ihr noch 1/2 P Hefe und wieder 40° warmes Wasser!


Ganz wichtig ist auch die Salzbeigabe. Ihr glaubt garnicht, wie fad ein Brot ohne Salz schmeckt!!!
Für ein Brot nehme ich 15 g feines Salz.
Mein Tipp: Stellte es Euch gut sichtbar bereit, damit es nicht vergessen wird!



 

Der 1. Schritt am Backtag ist die Zubereitung des Vorteiges für ein Mischbrot.
Ich gebe 250 g Weizenvollkornmehl in eine Schüssel, mache eine kleine Mulde in das Mehl, dahinein zerbrösele ich das 1/2 Päckchen Hefe. Nun gieße ich noch 50 ml warmes Wasser dazu und verrühre die Hefe mit einer kleinen Menge des Mehls. Das Ganze wird zugedeckt und darf aufgehen.




Wenn die Hefe gut aufgegangen ist, füge ich weitere 75 ml warmes Wasser hinzu und verknete die gesamte Weizenmehlmenge gründlich; jetzt zugedeckt ruhen lassen, bis sich die Teigmenge                     ungefähr verdoppelt hat.




Mein Sauerteig vom Vortag ist auch aufgegangen und er hat Blasen gebildet 
und riecht richtig schön sauer!
100 g davon gebe ich in eine kleine Schüssel mit Deckel. Das ist mein Ansatz 
(in der Fachspache nennt man ihn "Anstellgut") 
fürs nächste Brotbacken! Dieses Anstellgut hält sich im Kühlschrank ca. 8 Tage!




Ist der Hefeteig insgesamt gut aufgegangen - kanns weiter gehen. Ich gebe sonst immer geschrotete Mehle von meinem Bio-Bäcker dazu...das ist in Zeiten von Corona leider nicht möglich gewesen...

    Also ging es wie folgt weiter: 150 g Roggenmehl, 65 g Weizenmehl, 150 g gehackte Mandeln,         500 g Sauerteig, 15 g Salz  und ca. 50 - 75 ml warmes Wasser zu dem Vorteig geben. 

Jetzt ist Handarbeit angesagt! Brot will richtig geknetet werden! Setzt dazu den Handballen ein
und dreht mit der anderen Hand die Schüssel etwas. 
Habt Ihr die Teigmenge richtig gut durchgewalkt - lasst den Teig gut 40 Minuten zugedeckt ruhen!




Dann wird er wieder so richtig gut - mit beiden Händen - durchgeknetet.
 Das mache ich dann allerdings auf der leicht bemehlten Tischfläche.
Danach forme ich meinen Teig  -  hier in die längliche Form,
und gebe ihn dann in die zuvor eingeölte Kastenform.




Dort geht er dann -schön zugedeckt- noch ungefähr 1 Stunde.
Denkt daran den Backofen rechtzeitig vorzuheizen!!!

An dieser Stelle ist noch etwas ganz wichtig - stellt eine feuerfeste Schüssel mit Wasser 
mit in den Backofen!
Die Feuchtigkeit, die sich dann im Backofen entwickelt, lässt die Kruste Eures Brots 
wunderschön braun werden!




Wenn man nur 1 Brot backt, könnte man den Teig auch in ein sog. Gärkörbchen legen.
Ich nehme dann gerne die runde Form, sie symbolisiert für mich das "richtige" Bauernbrot!

Dieses Gärkörbchen solltet Ihr, bevor Ihr den Teigling hineinlegt, aber gut bemehlen,
damit er sich nach dem Aufgehen gut aus dem Körbchen lösen lässt.

        Der zugedeckte Teigling  -ab jetzt heißt er schon "Brotlaib"- wird bei Zimmertemperatur innerhalb einer Stunde im Gärkörbchen gut aufgehen. 
 "Stürzt" ihn dann "langsam und etwas vorsichtig"  auf das Backblech,
und ab damit in den vorgeheizten Backofen!





Das Brot sollte bei 220 ° in den Ofen geschoben werden! Diese Hitze lasst Ihr 10 Minuten 
und dann reduziert Ihr sie auf 200 °.  
Nach etwa einer Stunde ist Euer Brot fertig gebacken! 
Und wundervolle Düfte machen richtig Appetit!!!
Nehmt es gleich aus der Form (oder vom Blech)  und lasst es auf einem Gitter abkühlen. 

Wartet mit dem Anschneiden  -  auch wenn´s schwer fällt!!!




Und so sieht dann das fertige Produkt aus!
Zum Reinbeißen - sag ich Euch!

Jetzt wünsche ich gutes Gelingen und ganz viel Genuss!!!



Alles Liebe und bleibt gesund!!!



Eure Heidi




Diesen Post verlinke ich noch mit Ein kleiner Blog von Elke


22. März 2020

Corona-Virus - es kommt auf uns alle an


Meine Lieben, 

die jetzt hier folgenden Zeilen habe ich kürzlich an alle meine E-Mail-Kontakte versandt. Daher werden einige von Euch sie jetzt zum zweiten Mal zu lesen bekommen...

Aber bevor ich meinen Appell loswerde, habe ich noch ein anderes Anliegen.
Vielmehr sehe ich da ein wirklich großes Problem, Vielleicht habt Ihr ja eine Idee wie man dem begegnen, respektive, wie man hier etwas verändern könnte...



 
 
Es sind belastende Themen, die ich heute hier aufgreife, aber sich wegducken, ist in meinen Augen der falsche Weg. Es wird nichts ungeschehen, nur wenn man es nicht wahrhaben will. 

Aber es gibt ja auch noch andere Seiten im Buch unserer jetzigen Zeit. 
Da ist zum Beispiel das von uns allen schon lange ersehnte Frühlingserwachen...
Zugegeben, an diesem Wochenende mit ziemlich niedrigen Temperaturen, aber dennoch,
wir dürfen uns schon an vielen Blüten erfreuen. Und die streue ich Euch jetzt so mit hinein...




Zurück zu meinem ersten Anliegen:
Ich spreche von der in meinen Augen ganz unglaublichen Ignoranz und der beharrlichen Verweigerung einiger unserer Mitmenschen Tatsachen zu akzeptieren und 
sich entsprechend angepasst zu verhalten.



 

Es ist erschreckend zu sehen, dass selbst nach den verschärften Ausgangsregeln hier bei uns im Saarland, für die ich - nebenbei bemerkt - sehr dankbar bin!
 sich immer noch Menschen zu sog. Corona-Partys zusammenfinden,
oder sich zwar brav in die Schlange vor dem Bäckerladen einreihen, aber dabei von Abstand halten wohl noch nie etwas vernommen haben...

Und die Polizisten müssen sich dann noch Rüpeleien, ja sogar das Anspucken gefallen lassen, wenn sie mahnend eingreifen wollen...Was ist das für eine Welt?




Mir ist natürlich bewusst, so sind nicht Alle! Es sind einige (nicht immer) wenige.
Aber jeder Einzelne von Ihnen ist eine Gefahr für ALLE!
 Ich muss gestehen, ich stehe solchem Verhalten recht fassungslos gegenüber.

Wieso diese Gleichgültigkeit einmal gegenüber allen Risikogruppen, 
zu denen doch auch die eigenen Eltern oder Großeltern gehören können, 
sowie der kreislaufgeschwächte Arbeitskollege,
die krebskranke Friseurin,  der herzkranke Nachbar,
 oder der querschnittgelähmte Kamerad, der bei einem Lungeninfekt nicht abhusten könnte...
 und, und, und...




Wo bleibt die gelebte Verantwortung oder gar die Empathie auch gegenüber all denen,
die unseren Alltag immer noch ermöglichen und am Laufen halten.
Ich denke dabei an all die Menschen die z. B. die Kassen im Supermarkt bedienen,
an die Bediensteten in den Strom-, Gas- und Wasserwerken,
an die MitarbeiterInnen bei der Bank, der Polizei und Feuerwehr,
an die  Postboten und PaketzustellerInnen,
an die Altenpflegerinnen und Pfleger,
an die Putzfrauen in Krankenhäusern, Seniorenheimen und anderen Einrichtungen,
an die Tankwarte und ihre weiblichen Pendants,
an die Seelsorgerinnen und Seelsorger,
an die Menschen, die ausgeräumte Regale immer wieder auffüllen,
an die Handelnden in Logistikunternehmen und an die LKW-FahrerInnen,
 die uns die Lebensmittel herbeikarren,
an alle Handwerker und Hausmeister - die gerade in Kliniken und Altersheimen dafür sorgen,
dass die Technik und vieles mehr rund läuft...

Ich bin sicher, ich habe noch etliche nicht benannt...




Und dann gibt es ja noch unzählige, die z. Zt. ganz unglaubliche Leistungen erbringen,
die bis an ihre Grenzen gehen und oft weit darüber hinaus,
die zudem noch besonders gefährdet sind...

Ihr wisst welche Gruppe ich meine!

Es sind alle die, die in unserem Gesundheitswesen ihr Bestes geben:
 Krankenschwestern und Pfleger,
Ärztinnen und Ärzte sowie deren HelferInnen,
Laborangestellte, Apothekerinnen und Apotheker u. u. u. 




Woher kommt es, dass einige Menschen nur an ihr eigenes Vergnügen denken, dass alles andere dabei unwichtig wird?
Woher rührt diese Gefühllosigkeit?

 Es dürfte doch mittlerweile wirklich ALLEN klar sein, dass jeder von uns ein potentieller Träger dieses Corona-Virus sein könnte, ohne selbst Krankheitssymptome aufzuzeigen. 
Die als infiziert Erkannten dürften, so die Wissenschaft, nur die Spitze des Eisbergs sein. 
Die Dunkelziffer wird um etliches höher eingeschätzt.

Und somit ist jedwede Begegnung zwischen den Menschen eine neue Gefahrenquelle!!!
Und genau die gilt es weitmöglichst auszuschalten.  
Ohne Disziplin werden wir das nicht in den Griff bekommen!!!




 Und so gefährden alle Gedankenlosen, alle deren Einfühlungsvermögen mehr als zu
wünschen übrig lässt und die sich zu den kompletten Realitätsverweigerern zählen dürfen,
 das Leben ganz Vieler!!!

Was kann man da tun? Wie kann man helfen, damit das Bewusstsein für das eigene Handeln keine unbekannte Größe bleibt. Habt Ihr eine Idee?




 Und jetzt zu der oben schon angekündigten Mail. Eine liebe Bloggerin, die Ihr unter dem Namen
Angelface kennt, hat mich angeregt, dieses Schreiben auch hier im Blog allen 
meinen Leserinnen und Lesern zugänglich zu machen. 
Nun denn, ich bin gespannt, was Ihr von meinem Vorschlag haltet.





Hier meine versandte E-Mail:


Meine Lieben -

ich erlaube mir heute, Sie/ Euch alle in dieser Form anzusprechen,
denn ich bin der Überzeugung wir müssen in diesen schlimmen Zeiten zusammenrücken.

Nicht pysisch - ganz im Gegenteil! Aus Liebe und Verantwortung müssen wir auf die körperliche Nähe, oder wie die Politik oder die Wissenschaft es formuliert auf "die Sozialkontakte", wo immer dies möglich ist, verzichten. Das ist keineswegs übertrieben oder gar Panikmache. Das ist dringendst notwendig! Schaut Euch doch nur die Schreckensbilder von Italien an!!! Wir sind auf dem Weg dahin!!! Wir können es hoffentlich etwas einschränken oder die Ansteckungen verlangsamen, wenn wir jetzt  vernüftig sind!!!  Und das muss bei Allen, bei wirklich ALLEN, ankommen!!!


 

Zugegeben dieser Verzicht ist nicht einfach! Es fällt mir auch schwer meine 90 jährige Mutter nicht zu besuchen! Und es ist nicht leicht meine Kinder und Enkelkinder nicht zu sehen oder in den Arm zu nehmen! Aber es ist dringend notwendig - gerade weil ich sie liebe!!!

Und dann gibt es da noch die Menschen, die ganz alleine sind. Vielleicht gesundheitlich schon angeschlagen, keine Möglichkeit haben über Internet oder andere Social Networks (Soziale Netzwerke) zu kommunizieren, einsam in einer vielleicht kleinen Wohnung sitzen und jetzt jeglicher Kontakte "beraubt" sind...Wie schwer muss es erst für diese Menschen sein...!!!




Füreinander da sein - auf neuen Wegen! das ist auch ein Gebot dieser Zeit! Anrufen, einkaufen gehen und die gekaufte Ware mit einem lieben Gruß oder einem kleinen Blümchen ablegen, vom Bürgersteig zum Fenster einen Gruß rufen, winken, ein Lachen "senden", eine Karte schreiben und in den Briefkasten einwerfen, vielleicht auch eine kleine Aufmerksamkeit...
Einfach zeigen, DU -einsamer Mensch- bist nicht vergessen! Es liegt uns etwas an Dir! Wir drücken Dich in Gedanken! Wir sind für Dich da - anders als gewohnt, aber wir sind da!!!




Und bei all meinen Überlegungen, was man tun könne, habe ich folgende Hinweise gefunden:

„Glockenläuten und Gebet daheim“ diese Meldungen gingen am 17.3. um 16.00 Uhr über den Äther:

Gottesdienste sind wegen des Coronavirus vorerst verboten, doch im Erzbistum Köln läuten jetzt zumindest jeden Abend um 19.30 Uhr die Glocken aller Kirchen. Bis Gründonnerstag kurz vor Ostern soll das geschehen, erklärte ein Bistumssprecher. Das Läuten sei ein Zeichen dafür, dass die Gebetsgemeinschaft der Gläubigen weiter bestehen bleibe. Es lade die Gläubigen "und alle Menschen guten Willens" zu einem Gebet für die Betroffenen ein, heißt es auf der Website des Erzbistums.



In Oberhausen geht ein katholischer Pfarrer noch einen anderen Weg. Christoph Wichmann von der Pfarrei St. Pankratius in Oberhausen rief auf der Website der Gemeinde dazu auf, abends um 19 Uhr eine Kerze anzuzünden, diese auf die Fensterbank zu stellen und dann das Vaterunser zu beten. "Durch das Gottesdienstverbot ist unser Gemeinschaftsleben völlig zerbrochen", sagte Wichmann der Deutschen Presse-Agentur. "Wir wollen ein neues Gemeinschaftserlebnis schaffen. Die Botschaft ist: In alle Zweifel hinein stehen wir als Christen zusammen."

 Ich füge noch hinzu: Wir stehen als Menschen zusammen, gleich welchen Glaubens. Wichtig ist, dass wir die Gedanken der Verantwortung, der Humanität, des Miteinanders, letztlich der Liebe - leben!



Ich habe diese wunderbare Idee gleich an unsere Pastöre weitergeleitet, und heute Abend um 19.00 Uhr haben hier in Wadgassen die Glocken geläutet! Ich finde das soooooo schön! In unserem Fenster steht allabendlich ab 19.00 Uhr eine Kerze. Es ist so wenig, und kann doch so viel bedeuten.




Ich sende diese Mail jetzt an alle meine Mailkontakte, in der Hoffnung, dass recht Viele von Euch mitmachen werden    u  n  d     dass Ihr diese Mail wiederum an Eure Kontakte weiterleiten werdet. Lasst uns schneller sein, als das Virus! Lasst uns das warme Gefühl von Gemeinsamkeit vermitteln, lasst uns möglichst Allen die Gewissheit geben nicht alleine und vergessen zu sein, in dieser unübersichtlichen und hoch schwierigen  Zeit.  Lasst uns auf neue Weise ein Für- und Miteinander leben, aus dem ein Jeder auch etwas Mut und Zuversicht schöpfen kann!

Alles Liebe Euch Allen! Und bleibt gesund!

Eure Heidemarie Traut




 Ihr seid noch hier?!! Ich danke Euch dafür! 
Und ich wäre dankbar, wenn Ihr mir ein Feedback geben könntet. 

Vielleicht habt Ihr sogar einen gängigen Vorschlag parat, 
was wir tun können, um diese riesengroße Herausforderung relativ gut zu meistern.



Alles, alles Liebe für Euch!
Passt auf Euch auf und bleibt gesund!


Eure Heidi