3. August 2021

"Wenn Dir das Leben Zitronen reicht, dann...

 

Meine Lieben,

 ganz sicher kennt Ihr diesen Spruch und wisst daher auch um seine Fortsetzung:

... mache Limonade daraus!" 

 

Genau eine solche Situation hatten wir hier. 

Ich zeige Euch jetzt zuerst einmal "unsere Limonaden-Lösung" ...

 


Es ist eine sogenannte Ruinenmauer...

Bevor ich Euch jetzt in unseren Garten mitnehme, und Ihr schauen könnt, wie wir diese Ruinenmauer Schritt für Schritt erstellt haben, hier ein paar Eindrücke, wie sich diese Ecke seit dem Jahresanfang dargestellt hat:


 
Eigentlich sollte diese alte, seit einem Vierteljahrhundert stehende Holzwand samt Bewuchs endlich entfernt werden...So der ursprüngliche Plan unserer Nachbarn...



 
 
 Leider wurden zunächst nur einige Wurzeln von den oberen Pflanzenteilen getrennt, das Ergebnis seht Ihr hier - viel verdorrtes Material...Auf meine Frage, wann dies beseitigt würde, bekam ich zur Antwort: "So schnell noch nicht!"
 Ich gebe gerne zu, ich war ziemlich konsterniert. Das war dann aber auch irgendwann der Moment, wo ich beschloss "Limonade" aus diesen "Zitronen" zu machen!!!
 
 

In dieser Ecke sollte eine Ruinenmauer entstehen! Von so etwas habe ich schon lange geschwärmt...Bei den zunächst anfallenden Arbeiten mussten wir dann die Entdeckung machen, dass uns nicht nur der oberirdische Überhang zu schaffen machte, sondern auch das Wurzelwerk der nachbarlichen Pflanzen. Unsere kleine Mauer war an 5 Stellen einen Riss, also musste alles weg! Dafür sorgte mein Mann.

Unser Enkel Julian (schon oft bei seinen Großeltern im Einsatz!) hob dann den erforderlichen Graben aus. Da kamen noch Wurzeln zutage, die waren immens...leider ohne Foto...aber Julian hat es geschafft!  - Danke Dir, mein Schatz!!!

Das Wetter spielte bedauernswerterweise auch nicht so richtig mit. Mehr als einmal stand der Graben unter Wasser...da war an weiterarbeiten zunächst nicht zu denken...



Aber endlich war es soweit. Der Schotter konnte abgeholt, eingefüllt und verdichtet werden. Da unser    Schwiegersohn selbst eine ziemliche "Großbaustelle" Zuhause hat, hat er "Gott sei Dank" auch die        notwendigen Werkzeuge, das entsprechende Fachwissen und die Fähigkeiten dies umzusetzen!!!      Alles in Allem für uns von unschätzbarem Wert!!! Danke Dir mein "Gudda"!!! 

Nach der Schotterlage kam Zement, auf diesen wiederum Schalungssteine, die ebenfalls mit Zement verfüllt wurden. Für den passenden Farbton der Schalungssteine sorgte im Anschluss ich. 

 

Die Lieferung der Steine war ein Großereignis in unserer schmalen Sackgasse. Parkende Autos mussten weichen - kurz gab es kein vor und kein zurück. Aber der Riesen-LKW war mit einem Hebekran ausgerüstet und so ging das Abladen recht flott. Bordsteinkante war ausgemacht - hinter das Haus mussten wir die Steine selbst bringen. Norbert lud die Schubkarre am Bordstein, Jörg brachte ihn nach hinten und übergab mir die Steine, die ich dann stappelte...Das war Fitness-Training der besonderen Art...zumal wir bei dieser Aktion vom Himmel "Extra-Duschen" erhielten.

 

Als es endlich wieder trocken war, rührte Norbert den Kleber an, den Jörg auftrug. Dann wurde noch Reihe für Reihe eine Art Gewebeband von Jörg eingearbeitet. Leider mussten nicht wenige der angereichten Steine passend zugeschnitten werden. Auch das war eine von Jörgs übernommenen Aufgaben. Letztendlich setzte er die Steine nach meinem Plan, und so wuchs unsere Ruinenmauer Stück für Stück...


Bei der Schneiderei staubte es ganz unglaublich. Alles drumherum sah wie gepudert aus...und musste täglich abgespritzt werden, alleine schon damit die Pflanzen atmen konnten! Manchmal übernahm diese Dusche wieder teilweise der Himmel...


Diese Ruine war eine Herausforderung der besonderen Art. Denn ich wollte unbedingt die kleine Pflanzeninsel mit der Kupferfelsenbirne und einigen Raritäten aus England, die seit Jahren hier ihren Platz haben, erhalten. Da waren findige Lösungen gefragt und ich habe lange gegrübelt. Letztlich kam ich auf die Idee, dass auf Höhe dieser Pflanzeninsel ein "Tor" und "ein Stück weiße Wand mit Holzstapel" die Mauer komplettieren sollten. Es musste also an dieser Stelle kein Fundament erstellt werden, und meine geliebten Pflanzen bleiben unbehelligt!

Für die weiße Wand mit Holzstapel habe ich zuerst eine OSB-Platte in weiß und schwarz gestrichen. Mein Mann hat aus Kaminholzscheiten lauter kleinere Abschnitte gesägt. Diese kamen auf den schwarz gestrichenen Teil; dann sieht man die Lücken weniger (Tipp unserer Tochter). Die ersten zwei unteren Reihen habe ich angeschraubt. Alle weiteren "Holzscheite" wurden mit einem Spezialklebeband ("Kleben statt Bohren") auf der Platte befestigt. Später hat mein Mann unseren "Holzstapel" noch mit einem ziegelroten Draufblech abgedeckt - als Schutz vor dem vielen Regen...

Warum ist dieser Text jetzt im Blog selbst nur in Großbuchstaben wiedergegeben? ...wenn er doch hier bei der Bearbeitung des Postes in der gleichen Weise wie zuvor geschrieben und auch anzusehen ist??? Da komme ich wieder einmal ganz deutlich an meine Grenzen!!! Verstehs einer! Ich nicht!!!



Unser Tor hat Norbert aus Holzbohlen gefertigt, die wie die Holzstapelwand an 9 x 9 Kanthölzern aus Douglasienholz, welche mit tiefgehenden Einschlagbodenhülsen Halt im Erdreich fanden,  festgeschraubt wurden. Als obere Abdeckung und Regenschutz hat Norbert hier ein ziegelrotes Ortgangblech angebracht.
Aber der "Clou" dieses Tores ist ein Teilstück von einem schmiedeeisernen Zaun. Hier waren die Dornen, die dem Zaunfeld vormals Halt in der Erde gaben, durchgerostet und abgebrochen...So wurde dieses Teil immer wieder an einem anderen Ort angelehnt...so ganz toll war das nicht...Aber einfach zu schön um wegzuwerfen!!! Und jetzt! Jetzt würde es eine wunderbare Verwendung finden! Einfach umgedreht oben an unser Tor geschraubt - wirkt irgendwie wie Teil einer fast mittelalterlichen Bewehrung...oder?! Upcycling nennt man das doch heute...




Und es geht weiter in "Heidis-Phantasie-Wunschland" - ein Fenster mit Spiegeleinlage sollte unbedingt her...das macht hell und weit. In einer so kleinen Ecke immer wieder von Vorteil! Und wieder wird altes Material upcycelt. Hier ist es einmal die vor Jahrzehnten selbst gestaltete Kulisse eines Kasperle-Theaters.



Dann kam ein langer, schmaler Spiegel zu neuen Ehren. Norbert schnitt ihn mit einem Glasschneider mittig durch, nahm die neu gestrichene Kulissenwand klebte die Spiegelteile darauf und fertige aus Dachlatten einen groben Fensterrahmen...schließlich ist das Fenster ja für eine Ruine und nicht für ein herrschaftliches Schloss!!!




Dann sollte es noch eine Nische geben. Dort wollte ich einen altmodischen Kerzenleuchter hinstellen...Aber Jörgs Bedacht auf Sicherheit ließ nur eine Nische mit 7 cm Tiefe zu...da hatte mein Kandelaber keinen Platz mehr...Wie wärs stattdessen mit Teelichtern im rustikalen Stil...?!




Und dann, dann fehlte auch noch eine Tür! Diese wurde, wie alle Holzarbeiten, von meinem Mann gefertigt. Sie war einmal gedacht für Kränze jeder Saison und andere schmückende Elemente!!!



 
Wie für diesen bepflanzten Frauenkopf und den Schlüsselbund...
 
 

...oder für die ehemalige Gießkanne...Warum ehemalig? Ich hatte sie beim 1. heftigen Frost vergessen - es war noch Wasser drin - das hat der Kannenboden nicht ausgehalten...und er wölbte sich nach außen, worauf die Kanne wie ein Stehaufmännchen hin und her wackelte. Dicht war sie natürlich auch nicht mehr...Also, was tun? Ein weiteres Upcycling Projekt - ich funktionierte sie einfach zum Pflanzgefäß um...zuerst umdrehen - Wölbung des Bodens mit einem Hammer nach innen schlagen - dann mit einer mir gefälligen Farbe streichen - gute Erde einfüllen und Pflanzen hineinsetzen - Wasserablauf war gegeben - also alles wunderbar!






Wir sind richtig stolz auf unsere neu gestaltete Gartenecke. Da schaut man jetzt fürwahr wieder gerne hin! Sie ist anheimelnd geworden - am Tag und auch des Nachts, mit einem Gläschen Wein, wenn alle Kerzen an sind, die Sterne leuchten...soooo schöööön...Das passt auch zu Nicols August-Motto Sommer gesucht und so werde ich diesen Post jetzt noch schnell mit ihrem Blog verlinken.
Denn wenn es nicht mehr regnet, werden wir hier den Sommer wieder genießen...
 

Vielleicht war die eine oder andere Anregung für Euch dabei? Das würde mich besonders freuen!


Alles Liebe - Euch ALLEN!!!



Eure Heidi






30. Juli 2021

Der Sommer grüßt mit einem duftenden Kranz

 

Meine Lieben,

in diesem Jahr mussten wir bislang nicht allzu oft zur Gießkanne greifen. Starkregen drückte so manchen Salat oder andere zarte Gewächse nieder, sie wurden regelrecht eingeschlämmt. Aber wir dürfen uns wahrlich nicht beschweren, kamen wir im Saarland doch bislang recht gimpflich davon...

Wie sieht es bei Euch aus? Haben Euch die Wassermassen zugesetzt? Steht auch Ihr, wie so Viele, vor einem Chaos?  Ich hoffe so sehr, dass das nicht der Fall ist und drücke ganz fest die Daumen!!!

Wenn das Nass des Himmels nicht in Massen kommt, aber doch deutlich mehr als in den heißen Sommern der letzten Jahre, dann kann man in der Natur wunderbare Phänomene beobachten. Es sind regelrechte "Explosionen" an Grün, die sich da in den Wäldern, aber auch in den Gärten abspielen. Ich komme mit Schnittmaßnahmen fast nicht mehr hinterher.

Auch meine schon so oft gelobte "Fairy" macht es mir in diesem Jahr so richtig leicht, immer wieder einige ihrer überhängenden Zweige für Blumenschmuck zu schneiden.                   

 

Diesen Sommerkranz habe ich frisch gebunden. Als Grundlage habe ich Kräuter genommen, die recht gut eintrocknen können und dabei auch noch duften - das sind z. B. Rosmarin und Salbei! Ein paar Gräser geben dem Kranz eine gewisse Leichtigkeit...und dann sind da noch Schafgarbe, Lavendel, Blüten vom Frauenmantel, Samenkapseln von der Jungfer im Grünen und  - Ihr ahnt es sicher schon -       recht viele kleine rosa Röschen von eben dieser hübschen Fairy...

Dieser "Sommergruß" sollte möglichst etwas länger halten, und daher möchte ich ihn eintrocknen lassen. Damit er auch dann noch gut aussieht, musste ich ihn sehr dicht binden, denn es sollen sich durch den Trocknungsvorgang keine Lücken bilden...

Und jetzt geht dieses Bild noch zu Nicole, denn sie sucht für den August Dinge, die den Sommer versinnbildlichen...Da passt mein Kranz doch ganz gut...oder?!


Wo dieser Kranz hängt, das verrate ich Euch im nächsten Post, denn unsere Baustelle ist mit dem     heutigen Tag endlich abgeschlossen!!! Will heißen, wir sind mit den Arbeiten fertig!!!

Na, stimmt nicht so ganz, denn jetzt geht es zum wiederholten Male ans Saubermachen. Dieser feine Staub vom Schneiden der Steine dringt einfach durch jede Ritze, und so ist einiges leicht "ergraut"!


 
Hier sieht es doch wieder ganz passabel aus...
 
 
 
 
 
 ...und so sende ich jetzt diesen Strauß noch schnell an Holunderblütchen...
 
 



 Ich wünsche Euch Allen ein ruhiges Wochenende - eines, an dem Ihr ganz viel Freude und Kraft tanken könnt, und das ganz ohne Katastrophen daherkommt!


Alles, alles Liebe - Euch ALLEN


Eure Heidi


 

 

10. Juli 2021

Ein Rosenstrauß für Holunderblütchen

 

Meine Lieben,

heute muss es flott gehen, unsere Baustellen fordern mich total...

Aber einen kleinen Wochenendgruß in Form von einem Rosenstrauß möchte ich Euch dennoch dalassen.

 

 

 Ihr kennt sie schon  von hier.


 


 
Es ist die unheimlich dankbare "The Fairy". 



 
 

 
 Sie blüht den ganzen Sommer unermüdlich. 
 
 
 
 
 
 
 
 
 ...und somit darf man sich ruhig einige dieser lieblichen Blütchen ins Haus holen!



 
Mein viel geliebtes Mutterkraut passt wunderbar dazu.
 
 
 

Liebe Helga Holunderblütchen - ich habe es tatsächlich geschafft...hier mein kleiner Beitrag für Deine                                                             wunderschöne Blumengalerie.

 Mal schauen, wer schon alles mit dabei ist... 


Ich wünsche Euch ein großartiges Wochenende...Lasst Euch vom Wetter nicht beeinflussen, genießt die Zeit  und lasst es Euch einfach nur gut gehen!!!


Alles Liebe - Euch ALLEN


Eure Heidi

 

 

 Welch frommer Wunsch, sich vom Wetter nicht beeinflussen zu lassen...Wer konnte zu diesem Zeitpunkt ahnen, welch schreckliche Hochwasser-Katastrophe sich nur 4 Tage später im Ahrtal und in anderen Gegenden Mitteleuropas ereignen sollten...Mein Herz und meine Gedanken sind bei den armen Menschen, die davon betroffen sind...


 

30. Juni 2021

Sommerzeit ist Rosenzeit - trotz Baustelle


 Meine Lieben,

den ganzen Garten kann, oder richtiger, will ich Euch jetzt nicht wirklich zeigen...                                   Es gibt da Teilbereiche, die sehen aus, als ob ein Wirbelsturm hindurchgefegt wäre...

Ich zeige euch heute lieber meine Rosen...Es gibt ein paar mit gefüllten Blüten, aber natürlich habe ich aus etliche ungefüllte Blüten mit Pollen und Nektar für unsere Bienchen und Co.

Nur schade, dass ich Euch den Duft nicht gleich mitliefern kann... 

 

 

 

 Diese Rose war lange Zeit mein "Kümmerling". Ich hatte sie schon fast aufgegeben...


Und jetzt schaut sie Euch an - ich bin so richtig glücklich mit ihr...


 


Sieht sie nicht wunderschön aus?...in ihrem zarten lachsfarbenen Blütenkleid...


Das ist eine Apfelrose (Rosa Rugosa) in weiß - ein Insektenmagnet ohnegleichen...und duftend dazu...


 

 ...und hier ihre Schwester in dunkelrosa. Sie steht direkt am Bürgersteig und umfängt alle Vorübergehenden mit ihrem herrlichen Duft. Und eßbar ist sie auch noch...und sie liefert ganz dicke Hagebutten - diese kann man zu Marmelade, Gelee, Püree, Sirup, Saft, Likör, Soße oder als Gebäckfüllung verarbeiten...

Resümee: sehr empfehlenswert!  Denn diese wunderbare, ungefüllte Rose ist zudem sehr pflegeleicht und kaum anfällig gegen Krankheiten!

 

 In der Rosenhecke im Vorgarten sind noch weitere Rosen zu finden: eine namenlose gefüllte (s. Bild 1) - sie kam als Steckling zu mir und eine in ganz zart Rosa (s. Bild 2) mit weit überhängenden Trieben. Das ist wieder so eine Pflanze, die sich meinen Garten selbst ausgesucht hat...denn plötzlich war sie, zu meiner großen Überraschung und Freude, einfach da...


 The Fairy - ein unheimlich dankbares, ewig lang blühendes rosa Röschen mit überhängenden Zweigen, an dem sich die Blütchen aufreihen, fast wie Perlen an einer Kette...Da sie so überschwänglich blühen, erlaube ich mir auch immer wieder welche davon in die Vase zu stellen und ins Haus zu holen.


 

 Meine Rose de Resht - eine öfterblühende Portland-Rose mit purpurroten, stark gefüllten und geradezu berauschend duftenden Blüten. Hier und hier könnt Ihr mehr über diese herrliche Rose erfahren und mein Rezept für Rosenblüten-Gelee entdecken - eine super Sache!!!


 

Jetzt folgen gleich 3 namenlose Rosen...aber ich liebe sie nicht minder!!! Und natürlich bekommen sie auch genau die gleiche Aufmerksamkeit wie ihre "berühmten" Schwestern...


 

 ...denn die Freude, die sie schenken, ist ja auch ungeteilt!


 

 

 

 Die Rose "Nostalgie" - eine wunderschöne Edelrose, die zudem mit guter Regen- und Hitzeverträglichkeit punktet. Auch sie ist öfterblühend, leicht duftend und gut für die Vase geeignet. Ich habe nur leider den Fehler gemacht, sie zu dicht mit der Rose de Resht zu setzen...Ihr wisst schon der ewig zu kleine Garten...hüstel...Meinem Resht-Röschen macht es nicht viel aus, sie ist sehr wuchsstark, aber meine schöne Nostalgie leidet...Sie entwickelt sich nicht richtig...Ich habe schon versucht die beiden zu trennen, aber das Wurzelwerk ist derart verflochten, dass ich beide wohl ziemlich stark beschädigen würde...Also muss ich es so belassen - bleibt der Versuch mein nostalgisches Röschen via Steckling zu vermehren...zwei Versuche schlugen schon fehl...aber aller guten Dinge sind ja bekanntlich DREI...Drückt mir die Daumen!


 Sie war eigentlich schon fast hinüber, als ich sie sah...aber einen Versuch ist es doch allemal wert... Also mitnehmen, einpflanzen, hegen und pflegen und hoffen...Es hat etwas gedauert, aber die Namenlose bedankt sich nun seit 2 Jahren mit einem immer wiederkehrenden zartgelben Blütenflor...Danke Dir - Röschen!


 

Die  "Garden of Roses" - eine Züchtung von Kordes und seit 2009 mit dem ADR-Prädikat ausgezeichnet - ist auch ein Glanzpunkt in meinem Garten. Durch ihr zartes Apricot-Rose drängt sie sich nicht in der Vordergrund, aber diese öfterblühende, leicht duftende Beetrose besticht mit einer Vielzahl wunderschöner, nostalgisch anmutender Blüten. Als Wuchshöhe sind 60 cm angegeben, bei mir ist sie deutlich höher...Das hat damit zu tun, dass sie zum Licht strebt, denn auch ihr Platz ist nicht wirklich optimal, und so bin ich heiß dankbar, dass sie sich irgendwie arrangiert hat und mir trotz allem ganz viel Freude schenkt!!!


  Dieses Röschen steht im Vorgarten und klettert am Pavillon empor. Eigentlich soll es reinweiße Blüten tragen, aber manchmal sind sie auch leicht rosa angehaucht, wie Ihr hier sehen könnt. 


 Meine goldgelbe, namenlose Freude mit ganz tollem Duft...auch sie blüht mehrmals...herrlich oder?!!


 


Und jetzt kommen wir zu den Blumen, die auch die Bezeichung "Rose" in ihrem Namen tragen, aber dennoch, rein botanisch, nicht zu den Rosen gehört. Das zeigt sich ganz deutlich bei der Zuordnung in die jeweiligen Pflanzenfamilien: Rosaceae sind Rosengewächse und Paeonia sind Pfingstrosengewächse. Leider sind ihre großartigen Blütenballen nicht von langer Dauer zu bewundern.

 


Die Paeonie wurde im Mittelalter als Heilpflanze von Mönchen über die Alpen zu uns gebracht. Die Mönche hatten herausgefunden, dass vor allem Mittel aus den Wurzeln, Blüten und Samen beruhigend und krampfstillend wirkten. Auch bei asthmatischen Beschwerden, schwerem Fieber, Fallsucht und Gicht wurde die Paeonie eingesetzt. Und so gelangte sie schnell von den Klstergärten auch in die Bauerngärten. Die bis heute daher auch als "Bauernrose" bekannte Pflanze hat ihre Bedeutung als Heilpflanze allerdings seit rund 200 Jahren verloren, aber als optisches Highlight im Staudenbeet ist sie nach wie vor sehr beliebt.


 Mittlerweile gibt es viele beeindruckende Züchtungen, die fast ausnahmslos ganz herrlich duften.


 

 Man kann wirklich sagen, die Palette bei den Pfingstrosen hat sich sehr erweitert. Und so gibt es auch unzählige ungefüllte Arten, die eine große Menge an Pollen haben. Auf diese Sorten "stürzen" sich unsere Bienen mit Begeisterung!

 

 

Mit dieser "Hubi-Rose" (die Geschichte dazu findet Ihr hier) in abendlicher Stimmung verabschiede ich mich für heute von Euch, aber nicht ohne Euch ein ganz wunderschönes Wochenende zu wünschen!!!


Eure Heidi


PS: Der obige Strauß ist leider nicht aktuell, ihn kann ich also nicht zu Holunderblütchen senden... Aber diese beiden kleinen Sträußchen reihen sich bei Holunderblütchens Flowerday-Galerie ein.

Ich wünsche Euch einen fantastischen Wochenstart!

 

Alles Liebe - Eure Heidi