25. Juni 2019

Bienen würden Glockenblumen pflanzen...

Meine Lieben,

dieser Satz ist mir vor kurzem irgendwo "begegnet"...
Ich denke, es war in einer Fachzeitschrift...

Auf jeden Fall schaue ich mir meine verschiedenen Glockenblumen, die ich von Kindesbeinen an 
so sehr mag, jetzt noch genauer an. Richtiger ist eigentlich, ich achte jetzt ganz besonders
auf  ihre Gäste ...

...und da tut sich in der Tat so einiges...




Zuerst stelle ich Euch meine Breitblättrige Wald-Glockenblume (Campanula latifolia) vor.
Sie ist eine Wucht. Als ich vor Jahren das erste mal sah, wie hoch sie wächst (es sind tatsächlich gut 120 cm!) und wie groß die einzelnen Glocken sind, war ich hin und weg...Sie ist eine wahre Schönheit, die sehr gut mit einem halbschattigen bis schattigen Platz zurechtkommt.




Um ihre ständigen Gäste ausfindig zu machen, muss man genau hinschauen, denn diese machen es sich auf dem Blütenboden so recht genüsslich...








Hier hat sich so eine Kleine verkrochen - vielleicht macht sie in der Hitze ein kleines Schläfchen...


 

Ausgeruht - und schon wieder auf dem Weg zur nächsten Blüte...








Seht Ihr hier oben den Meisenkasten (halb abgeschnitten)? 
Dort hat sich doch tatsächlich ein Hummelvolk eingenistet...Es scheinen Waldhummeln zu sein!? Eigentlich etwas ungewöhnlich, denn normalerweise hat das Waldhummelvolk 
unteriridische oder bodennahe Nistplätze...




Aber so wie es aussieht, haben sie sich hier gleich in unmittelbarer Nähe des beliebten Hummelrestaurants "Zur Waldglockenblume"  häuslich niedergelassen.




Dies hier müsste die Polster-  oder Ranken-Glockenblume (Campanula poscharskyana) sein.
Sie wächst sehr flach über dem Boden und hat lange niederliegende Triebe.




 Aber mitunter macht sie auch ihrem 2. Namen alle Ehre. Hier bei mir rankt sie alljährlich recht 
hoch in die Johannisbeeren hinein.








Und hier zeigt sich die Pfirsichblättrige Glockenblume (Campanula persicifolia) 
nach einem kurzen Regenschauer etwas blass um die Nase...








Und diese überreich blühende Glockenblume habe ich als Campanula fenestrellata = Fensterchen Glockenblume gekauft...Aber sollten ihre Blätter dann nicht fein behaart sein...?!
Meine sind es jedenfalls nicht...!




Aber so wirklich spielt das auch keine große Rolle. Die Hauptsache ist doch, dass sie ein ausgezeichneter Pollen- und Nektarlieferant ist, und das beweisen all die geflügelten Wildbienchen. 




Es ist zu schade dass mein Zoom defekt ist, so müsst Ihr die Leckermäulchen mehr erahnen,
 als erkennen...




 Und hier seht Ihr die Dalmatiner-Glockenblume (Campanula portenschlagiana) in all ihrer Pracht. 
Sie wächst relativ niedrig, hat eine hohe Blütendichte und ihre wunderschöne, sehr intensive Blütenfarbe fasziniert mich jedes Mal aufs Neue.




Auch sie ist ein wahrer Bienenmagnet.
Im Topf muss man sie allerdings gut im Auge behalten, denn Hitze und Trockenheit 
sind nicht ihr Ding.


 Mittlerweile gibt es bei uns über 500 Campanula-Arten mit unterschiedlichen Ansprüchen an den Boden, die Lichtverhältnisse und die Wassergaben.
 Da findet Ihr bestimmt auch die Sorten, die Euch gefallen und die in Euren Garten passen.

Ich wünsche Euch viel Freude beim Aussuchen, Pflanzen und Beobachten!


Alles Liebe



Eure Heidi












16. Juni 2019

Rosenblütenblätter-Gelee und ein Rosen-Strauß für Holunderblütchen

Meine Lieben,

heute löse ich endlich ein lange gegebenes Versprechen ein -

ich stelle Euch mein Rezept für die Köstlichkeit von Rosenblütenblätter-Gelee vor. 



Und einen Rosenstrauß  für Holunderblütchen habe ich auch noch dabei...




 






Und jetzt  zu dem Rezept...

 Zuallererst brauchen wir genügend Rosenblütenblätter...
Und ganz wichtig! Es müssen Duftrosen sein!!!

Denn je stärker die Rosen duften, umso intensiver ist auch das geschmackliche Aroma!

Ich nehme mir meist die Blütenblätter von meiner Rose de Resht. Sie blüht gerade in diesem Jahr ganz unglaublich und das mit einem geradezu betörenden Duft. 



Diese Rose hat noch einige weitere Vorteile.  Ihre Petalenansätze (das sind die weißen Stellen am Ende des Blütenblattes) schmecken nicht bitter! Bei einigen anderen Rosensorten sind sie bitter und müssen daher vor einer Verarbeitung alle abeschnitten werden. Diesen Arbeitsgang kann ich mir bei der Rose de Resht sparen.




Als weiteren Pluspunkt werte ich die Tatsache, dass sie immer wieder neue Blüten "liefert"! Da fällt es mir leichter, welche für den kulinarischen Genuss abzuzweigen...

Ich nehme auch immer nur die Blütenblätter, die sich ganz leicht vom Blütenboden lösen lassen. Spätestens einen Tag später würden diese Blütenblätter sowieso zur Erde rieseln...
...und je reifer eine Rose ist, umso süßlicher ist ihr Geschmack!

Wichtig ist auch der Erntezeitpunkt im Tageslauf. Er sollte morgens sein, wenn der Tau der Nacht zur Gänze verdunstet ist. Dann verströmen die Blüten ihr volles Aroma, denn zu dieser Zeit ist 
der Gehalt an ätherischen Ölen am höchsten.

Und an noch etwas solltet Ihr unbedingt denken!!! Nehmt nur die Blüten, die ungespritzt sind!!!
Wenn Ihr neue Rosenstöcke im Garten habt, bei denen Ihr nicht sicher sein könnt, ob sie wirklich rein biologisch herangezogen wurden, dann lasst sie sicherheitshalber 2 - 3 Jahre bei Euch im Garten wachsen - natürlich ohne chemischen Einsatz. Nach dieser Zeit könnt Ihr sie dann bedenkenlos 
für geschmackliche Highlights verwenden.




Und jetzt geht es um die Menge...Ich habe Verschiedenens ausprobiert...eine Schüssel voller Rosenblütenblätter oder einen Topf...Aber irgendwie hatte ich kein 
so rechtes Gefühl für die Menge... 

Bis meine Freundin auf die Idee mit einem Meßbecher kam...Gesagt, getan!
Seither fülle ich diesen Meßbecher üppig mit Rosenblütenblättern - ohne sie zusammen zu pressen,
Das sind dann jeweils ca. 1200 ml




Diese Blütenblätter gebe ich nun in einen Topf. Darauf kommen 900 ml lauwarmes Wasser. Da die Blütenblätter immer oben schwimmen, lege ich einen passenden Teller obenauf. Dieser drückt die Blütenblätter unter Wasser. Topfdeckel drauf - und das Ganze eine Nacht bei normaler Zimmertemperatur stehen lassen. 




Am nächsten Tag bringe ich diesen Ansatz unter Rühren zum Kochen. Ich lasse alles 2 - 3 Minuten köcheln und nehme den Topf dann vom Herd. Bei geschlossenem Deckel lasse ich den Sud
nun abkühlen. So geht das Aroma der Blüten vollständig in diesen über.

Fühlt sich der Topf von außen nur noch handwarm an, könnt Ihr den Deckel abnehmen. Lasst dabei die Tropfen vom Deckelinnern in den Sud rinnen. Jetzt wird das Ganze durch ein feines Sieb 
 abgeschüttet. Presst die Rosenblütenblätter gut aus, bis sie insgesamt eine relativ
 feste Masse sind, die Ihr dann auf den Kompost geben könnt.

Als nächsten Schritt gebe ich den Saft einer großen Biozitrone hinzu. Dann messe ich die Flüssigkeit ab und gebe sie wieder in einen Topf. Nun kommt noch die entsprechende Menge Gelierzucker dazu, (ich bevorzuge den 2 : 1 Gelierzucker), und los gehts mit dem Kochen des Gelees. 
Richtet Euch dabei immer nach den zeitlichen Angaben auf der Zuckerpackung!

Ganz sicher ist man dann, wenn man eine Gelierprobe macht, denn nichts ist ärgerlicher, als wenn Ihr mehr "Suppe" als Gelee habt und dann das Ganze noch einmal aus den Gläsern in einen Topf 
geben müsst, um es erneut aufzukochen...

Jetzt hätte ich doch glatt noch einen Hinweis vergessen...
Ca. 1 Minute vor dem Ende der Kochzeit gebe ich noch einige "neue" Rosenblütenblätter dazu.
Ich finde es macht sich gut, wenn man diese im Gelee sehen kann. 




 Ist die Gelierprobe zu Eurer Zufriedenheit verlaufen, dann könnt Ihr Euren fertigen Gelee heiß
 in sterile Gläser füllen. Schraubdeckel drauf und die Gläser ein paar Minuten auf den Kopf stellen.
So sind auch die Deckel ebenfalls sterilisiert und es entsteht zudem ein Vakuum in den Gläsern,
 was die Haltbarkeit Eures Gelees bedeutet. 

Eventuell durchs Kochen vorhandenen Schaum schöpfe ich vorher in eine kleine Porzellanschale ab - erkaltet ist das immer die 1. Kostprobe - hmmmmm so lecker!!!




In formschöne Gläser gefüllt...etikettiert...




...und mit einer passenden Stoffhaube versehen...



...ist dieser Gelee bereits ein optischer Genuss, der garantiert kein leeres Versprechen ist!




Ein Geschenkkörbchen mit Rosenprodukten** richte ich immer wieder gerne 
für liebe Menschen her.  Es macht bereits Freude bei der Zubereitung.




Über meinen Rosenzucker, mein Rosenwasser, den Rosensirup oder den Rosentee
 und einiges mehr berichte ich Euch zu späterer Zeit.



Habt eine wunderschöne Woche und fühlt Euch gedrückt!


Alles Liebe



Eure Heidi








9. Juni 2019

Sonntagsblümchen für Holunderblütchen

Meine Lieben,

endlich habe ich es mal wieder geschafft - hier meine Sonntagsblümchen, 






 
























Sie sind ein Geschenk von meinen Kindern aus Wiesbaden...
Wunderschön - Ihr Lieben!
...und 1000 Dank!!!



Jetzt wünsche ich uns ALLEN einen wunderschönen, ruhigen Pfingstmontag,
ohne all die Wetterunbillen, die vorausgesagt wurden!!!

Ich drücke uns ALLEN ganz fest die Daumen!!! 



Alles Liebe


Eure Heidi