16. Februar 2018

Plan für ein Kräuterhaus und 1. Phase der Umsetzung


Meine Lieben,

jetzt zeige ich Euch wie wir zu unserem Kräuterhäusli kamen. 
Ich hatte ein solches "Grill-Kotta", so die offizielle Bezeichung, bereits viele Jahr zuvor auf einer Freizeitmesse gesehen und mich direkt in es verliebt. Es sollten gut 20 Jahre vergehen, ehe dieser Traum Wirklichkeit werden konnte.

Zuerst haben wir Kataloge gewälzt,


 

 ...und uns dabei einige Varianten angeschaut. 
Es gibt da an Größe und Ausstattung eine ziemliche Auswahl.
Die farbliche Gestaltung liegt aber immer in den Händen der Besitzer, denn 
das finnische Kotta wir aus gut gelagertem Holz, aber vollkommen unbehandelt geliefert.




Dann sind wir zu verschiedenen Anbietern gegangen und haben uns vor Ort alles angeschaut.
Wir hatten etliche Fragen, aber die konnten uns nicht alle Anbieter zufriedenstellend beantworten. "Gott sei Dank"  gab es aber auch welche, die ihr Produkt genau kannten, und uns  mit vielen wertvollen Tipps weiterhalfen.
 Dazu gehörte auch die Anfrage bei der Kreisbauaufsicht, ob und unter welchen Bedingungen wir so ein Häuschen in unserem Garten aufstellen dürften. Da wir uns für die kleinste Variante entschieden hatten (dafür gab es genau 2 Gründe: einmal der kleine Garten und dann die Preisfrage), ...



 

...hatten wir Glück. Wir brauchten keinen Bauantrag zu stellen, denn im Saarland ist das so geregelt, dass ein Gartenhaus bis zu einem Volumen von 20,3 m³ umbautem Raum verfahrensfrei aufgestellt werden darf. In jedem Bundesland gibt es da eigene Regeln. Wenn Ihr also so etwas Ähnliches vorhabt, dann mein Tipp: erkundigt Euch besser vor dem Kauf Eures Wunschobjekts, 
wie die Bedingungen bei Euch aussehen!




Der Kaufvertrag war unterschrieben. Jetzt galt es den Platz für unser Kotta herzurichten.





 

So sah er unmittelbar zuvor aus. Ein maroder, nicht mehr genutzter Sandkasten, ein großer Kirschlorbeer, zwei wunderbar tragende Johannisbeersträucher und einige kleinere Gewächse mussten weichen...Schmerz!!!




Das war die 1. "Knochenarbeit..."





Das Gelände hatte ein kleines Gefälle, das musste auch ausgeglichen werden.





Dann hat mein Mann alles genau vermessen und die 6 Ecken gemäß den Abmessungen der Außenwände mit je einem Stab gekennzeichnet. Diese Stäbe haben wir dann mit einer roten Bauschnur verbunden. Jetzt hatten wir das erste mal eine genauere Vorstellung vor Ort über die Größe und den Platzbedarf unseres "Traumhäuschens"...




Von Seiten des Händlers waren wir wirklich mit allen relevanten Informationen und dem entsprechenden Bildmaterial ausgestattet worden. Dazu gehörte u. a. der Hinweis, dass bei einem solchen Grillkotta unbedingt für eine Luftzufuhr unter dem Grill zu sorgen ist.
Diese besteht idealerweise aus drei 15ner Rohren, die in das Fundament einzubringen sind.




Mein Mann wollte absolut kein Betonfundament. Also haben wir das anders gelöst. Den unteren Teil des baldigen Fundaments begrenzte er mit Pflanzringen, in welche zuerst Wasserbausteine getan wurden, später kam dann noch Splitt darauf. Den oberen Teil der Begrenzung des Fundaments legte er mit größeren Wasserbausteinen. 




Die Verlegung der Zuluftrohre mussten wir auch unseren Gegebenheiten anpassen, denn sie 
mussten nach außen frei sein. Das ging nur dort wo die Wasserbausteine lagen (s. Pfeil). 
Direkt nach vorne konnten wir auch kein Rohr münden lassen, da das Gelände 
leicht abschüssig ist, und so bei starkem Regen u. U. das Rohr zugeschwemmt worden wäre. 
Daher liegen die beiden anderen Rohre ziemlich dicht nebeneinander. Aber das macht nichts, 
das Feuer brennt gut! Es kommt genug Luft von unten.




Hier sind wir schon einige Schritte weiter. Tonnen von Schotter und Splitt hat mein Mann nach hier unten verfrachtet...und das alles durch die Garage (wie zuvor schon die Pflanzringe und die Wasserbausteine...). Das war die 2. und 3. Knochenarbeit!!!
Ich habe dann alles gleichmäßig verteilt.


 
 
Wir hatten uns auch einen Rüttler geliehen und damit sowohl den Schotter, 
als auch den Splitt verdichtet. Und natürlich musste die Fläche "im Blei" liegen,
schließlich sollte unser Häuschen gerade stehen und sich nicht verziehen!




In die oberste Splittschicht haben wir noch einen Ring aus Waschbetonplatten (25 x 50) eingearbeitet. Dieser Ring würde die Auflagefläche für die 6 äußeren Bodenbalken sein.
Damit nach dieser Aktion alles wieder schön glatt war, haben wir mit unserer alten 
Rasenwalze alles wieder eingeebnet. 

Ach ja, etwas habe ich noch vergessen zu erwähnen: Natürlich haben wir die Zuluftrohre zuerst außen, später sicherheitshalber auch noch innen mit einem engmaschigen Draht 
gegen den "Einzug" von Mäusen und ähnlichem Getier gesichert.

Jetzt war alles bereit, die Lieferung unserer Bauteile konnte erfolgen...

Wie es weitergeht ganz bald hier...




Habt eine gute Zeit und alles Liebe



Eure Heidi









Kommentare:

  1. Liebe Heidi,
    diese Häuser find ich klasse! Wenn ich nur Platz dafür hätte ;O)
    ღ Ich wünsche Dir einen schönen Tag und einen guten Start ins Wochenende! ღ
    ♥ Allerliebste Grüße , Claudia ♥

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    1. Liebe Claudia,
      darf ich fragen, wie groß Dein Garten ist? Diese kleine Ausführung des finnischen Grillkottas ist von dem Platzbedarf her nicht größer als ein Grillplatz im Freien mit umlaufender Sitzgelegenheit. Im Gegenteil, unser Grillplatz im Garten (der unter freiem Himmel), ist größer. Wenn Du Fragen hast - gerne!
      Alles Liebe
      Heidi

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  2. Einem tollen Projekt habt ihr euch da verschrieben. Ich bin schon sehr gespannt, wie es aussehen wird.
    Liebe Grüße von Heike

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    1. Liebe Heike,
      die Fortsetzung wird bald folgen.
      Hab ein schönes Wochenende und alles Liebe
      Heidi

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  3. Wow, was für eine Arbeit, und das alles bevor das Häuschen überhaubt da ist. Aber die hat sich auf jeden Fall gelohnt, bin ganz begeistert.
    Bin schon sehr gespannt wie es weiter geht.
    Liebe Grüße
    Jasmin

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    1. Liebe Jasmin,
      ich verspreche nicht zu viel, wenn ich behaupte, dass der Aufbau auch für uns einiges an Spannung bereit hielt...
      Bis dahin und alles Liebe
      Heidi

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  4. Hallo Heidi,
    was für eine Arbeit! Und das "gemeine" ist ja, dass man das nie wieder sehen wird sobald das Gebäude darauf steht. Bin gespannt wie's weiter geht.
    Viele Grüße,
    Krümel

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    1. Liebe Kerstin,
      ich freue mich sehr, Dich auf meinem Blog begrüßen zu dürfen!
      Und JA, es war auch für uns spannend, bis das Häuschen stand.
      Umso glücklicher ist man dann, wenn es geschafft ist und den Vorstellungen entspricht.
      Alles Liebe
      Heidi

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  5. Oh Heidi, so viel Arbeit habt ihr euch gemacht. Ja man sieht immer nur das fertige Objekt und ahnt nicht was dahinter an Aufwand und Zeit steckt. Schön, dass du die Bauphase so detailliert beschreibst, man kann somit direkt alles nachbauen
    Ich bin ganz bei deinem Mann und finde es wundervoll, dass er kein Betonfundament wollte. Mit den großen Steinen ringsherum sieht es so natürlich aus, genau mein Geschmack und auch meines Mannes. Bin gespannt was er meint, wenn er deinen Post liest.
    Und ich bin auf die weitere Bauphase gespannt.
    Bis recht bald und ganz liebe Grüße von mir

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    1. Liebe Dany,
      ja das Betonieren ist "Gott sei Dank", nicht die Sache meines Mannes.
      Ich finde es so auch viel natürlicher und diese gänzliche Bodenversiegelung wiederspricht auch meinen Gefühlen.
      Die weiteren Phasen waren auch für uns z. T. von viel Spannung geprägt...wieso, das ist demnächst hier zu lesen.
      Euch alles Liebe
      Heidi

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  6. Liebe Heidi,
    jetzt hast Du mich aber neugierig gemacht, ich möchte mehr sehen...
    Das alles sieht nach viel Arbeit aus, aber ich denke, es hat sich gelohnt.
    Und mit den Steinen das Fundament zu legen finde ich klasse.
    Lieben Gruß
    Nicole

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    1. Liebe Nicole,
      es wird bald weitergehen mit unserem Kräuter-Kotta. Und wie so oft stellen sich bei einem solchen Vorhaben dann Probleme ein, mit denen man zuvor nicht gerechnet hatte...Es wurde spannend, um nicht zu sagen, ich hatte regelrechtes Bauchweh...Aber es kam Hilfe zur rechten Zeit...alles gut! Mehr darüber in aller Bälde.
      Dir alles Liebe und ein schönes Wochenende
      Heidi

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  7. Ja, Wahnsinn, was ihr da plant und macht. Ich meine, total schön, daß man so was vorhat und auch verwirklichen kann.
    Liebe Grüße

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    1. Liebe Flögi,
      es ist wirklich ein gutes Gefühl, wenn man "die Früchte" seiner Arbeit genießen kann. Vor allem, wenn sich unerwartete Schwierigkeiten auftun und man es trotzdem hinbekommt...Das macht irgendwie sogar ein wenig stolz...
      Dir alles Liebe
      Heidi

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  8. Hallo Heidi,
    Oh wie spannend, ich muß jetzt gleich die Fortsetzung lesen. Mir hätte das grüne Häuschen mit den weißen Fenstern gefallen.
    Ist ja auch mal was anderes, das Fundament so aufzubauen, anstatt mit Beton, der in der Dimension ja irre schwer wieder abzubauen wäre. Und dass da die Luft so zugeführt wird wußte ich auch nicht, so mit ist man als Gast in der Hütte ja nicht in irgendeiner Zugluft, wenn die Glut richtig Hitze abgibt und die heiße LUft noch oben strömt und kalte irgendwo her kommen muß. Diese Belüftung funktioniert genialer Weise ja auch ohne Feuer, wenn im Sommer sich die Innenluft erwärmt und über den Schlot abzieht, kommt immer gekühlte Luft durch die Rohre in der Erde nach. So trocknen natürlich die Kräuter prächtig, wenn da ein ständiger leichter Luftstrom ist. Sammelt sich da eigentlich Kondenswasser in den Luftroren? Oder liegen sie so, daß es ablaufen kann?
    Spannend und so gut erklärt. Ich springe jetzt gleich mal rüber zum anderen Artikel.
    Liebe Grüße schon mal der Achim

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    1. Lieber Achim,
      ich freue mich sehr, dass Du, als Mann, meine Erklärungen gut findest. Solche etwas technischen Dinge liegen mir eigentlich nicht so besonders. Aber mit unserem Kotta habe ich mich sehr auseinandergesetzt, vielleicht liegt es daran...Auf jeden Fall Danke!
      Jetzt noch zu Deiner Frage mit dem Kondenswasser - ja, wir haben die Rohre zur Mitte hin, also zur Feuerstelle hin, ansteigend verlegt. Etwaiges Kondensat kann so problemlos abfließen.
      Das mit dem anderen Artikel erkläre ich Dir einen Kommentar weiter...
      Alles Liebe
      Heidi

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  9. Ups?!?!? es zeigt mir an, daß du zwei Artikel geschrieben hast, aber der zweite mit dem Aufbau des Häuschens scheint nicht zu funktionieren. Schade, bin doch schon so neugierig.....

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    1. Lieber Achim,
      ja, da ist mir ein Fehler unterlaufen...Ich bin die Fortsetzung am schreiben, aber noch nicht fertig...und dann habe ich aus Versehen auf Veröffentlichen statt auf Speichern geklickt...und dann musste ich diese Veröffentlichung wieder rückgängig machen, sie war noch gänzlich unvollständig, Stückwerk sozusagen...
      Aber in aller Bälde geht es hier weiter...
      Hab ein schönes Wochenende und alles Liebe
      Heidi

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  10. You have prepared a good foundation and the tip of putting mesh inside the pipes to prevent rodents is a good idea! Lots of work, but an exciting adventure.....Looking forward to seeing the plans go forward.
    Best regards
    Karen

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    1. Übersetzung:
      Sie haben ein gutes Fundament vorbereitet und der Einsatz des Gitters in den Rohren, um Nagetiere zu verhindern, ist eine gute Idee! Viel Arbeit, aber ein aufregendes Abenteuer ..... Ich freue mich darauf, die Pläne weiter zu verfolgen.
      Freundliche Grüße
      Karen

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    2. Liebe Karen,
      ich darf sagen, es war auch für uns spannend, denn nicht immer läuft alles so, wie zuerst geplant...Aber im rechten Moment gab es dann Hilfe...demnächst hier mehr darüber
      Alles Liebe
      Heidi

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  11. Du, liebe Heidi, spannst uns Leser ja ganz schön auf die Folter. Ich hatte mich schon so auf das Resultat gefreut. Aber ich bin ja ein geduldiger Mensch und warte ab...
    Ein schönes Wochenende und liebe Grüße
    Edith

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