18. Januar 2018

Naturgeschenke zum Gesundwerden


Meine Lieben,

auch heute werde ich Euch noch ein paar Pflanzen vorstellen, die uns gerade jetzt zur "Hauptzeit" der Erkältungskrankheiten sehr gut helfen können.

Da wäre einmal das Frühlingskraut, dass seit einiger Zeit sehr "en voque" ist...auf der Speisekarte...
Aber dieses wunderbare Gewächs hat auch ungeahnte Heilkräfte. So ist er z. B. schleimlösend, antibakteriell, entzündungshemmend u. u. u. Diese Eigenschaften prädestinieren ihn als sehr gutes Mittel bei grippalen Infekten. Nur der Vollständigkeit halber: seine Hauptanwendungsgebiete als Heilpflanze liegen allerdings im Bereich der Frühjahrskuren und bei der Bekämpfung oder Vorbeugung von Arteriosklerose. Wisst Ihr von welchem Kraut ich rede? 
Es ist der Bärlauch!




Nun ist Bärlauch eine ausgesprochene Frühjahrspflanze, will heißen: jetzt bekommt man sie nicht!
Denn getrocknet verliert sie fast alle ihre Wirkstoffe. Aber es gibt andere Möglichkeiten sie  zu
 konservieren.** Für ihre Verwendung als pflanzliche Arznei ist die Bärlauch-Tinktur 
bestens geeignet. 


 


Diese Tinktur macht man wie folgt: Man schneidet Bärlauchblätter etwas klein, schichtet sie dann in ein Schraubglas und gibt Doppelkorn oder Weingeist darauf (alle Blätter müssen gut bedeckt sein!). Diesen Ansatz lässt man 4 - 6 Wochen ziehen. Das wird er abgeseiht und in dunkle Flaschen gefüllt. Etikettieren nicht vergessen!
Detaillierte Angaben findet Ihr hier (bitte dort etwas runterscrollen).

Wenn Euch nun eine richtig ernste Erkältung gepackt hat, dann nehmt von dieser Tinktur 3 x täglich
20 - 50 Tropfen.

Achtung: für Alkoholkranke und Kinder nicht geeignet!


** Weitere Konservierungsmöglichkeiten werde ich Euch im Frühjahr zur "Bärlauch-Zeit"
mit entsprechenden Fotos hier auf meinem Blog vorstellen.





Ein weiteres Gewächs, dass uns gerade bei Erkrankungen der oberen Luftwege sehr gut helfen kann ist der Echte Ehrenpreis (Veronica officinalis). 
Auch er gehört zu den wunderbaren Wegerich-Gewächsen! Geerntet wird das blühende Kraut. 
(Vielleicht auch vormerken für die Anpflanzung in Eurem Garten in diesem Jahr?!!)
Jetzt aktuell bekommt Ihr das getrocknete Kraut in der Apotheke.
Es wirkt entzündungshemmend, ist sehr gut schleimlösend (wichtig bei besonders zähem Husten!), hilft bei Lungenerkrankungen, Erkältungen und Halsschmerzen.
Übergießt 2 TL von dem getrockneten Kraut mit 250 ml kochendem Wasser, 
10 Minuten ziehen lassen - abseihen und langsam, so warm wie der Aufguss vertragen wird, in kleinen Schlucken trinken.



Persische Ehrenpreis

Auch hier der Vollständigkeit halber: Ehrenpreis (es gibt einige Arten davon) hatte früher auch den Namen "Allerweltsheil" - und war ein sehr geschätztes Kraut, bevor es (fast) in Vergessenheit geriet.
Ganz wunderbare Wirkungsweisen entfaltet  z. B. der Persische Ehrenpreis bei Kummer und Stress. 
Er verhilft wieder zum seelischen Gleichgewicht!






Und jetzt schauen wir uns noch eine Pflanze an, die dank ihrer auswurffördernden Wirkung auf zähesten Schleim in meiner Aufzählung auf keinen Fall fehlen darf. Es ist die Echte Schlüsselblume.
Dass sie in freier Natur nicht geerntet werden darf, dürfte bekannt sein.



 
Ihr habt also 2 Möglichkeiten. Entweder Ihr pflanzt sie in Euren Garten oder Ihr kauft Euch das getrocknete Kraut in der Apotheke.
Rezeptur:
2 Tl getrocknete Blüten bzw. Wurzeln auf 250 ml kochendes Wasser - 5 Minuten ziehen lassen


 

Anzumerken ist hier noch, dass das Saponin (inbesondere das Terpensaponin) bei zu starker Anwendung zur Reizung der Magenschleimhaut führen kann. Von einem Dauergebrauch muss daher dringend abgeraten werden. Gerade bei der Schlüsselblume sind auch Allergien nicht selten. 
Ihr solltet also vor der Anwendung von Schlüsselblumen, wie auch bei allen Heilkräutern mit Eurem Arzt Rücksprache nehmen.  Er weiß um mögliche Allergien, Unverträglichkeiten und Wechselwirkungen mit Medikamenten, die Ihr vielleicht einnehmt!






Und jetzt komme ich noch zu einem richtig "berühmten" Rezept, dass schon unsere Großmütter und Mütter für uns gekocht haben, wenn wir mit einer deftigen Erkältung im Bett lagen.
Ganz sicher wisst Ihr, wovon ich rede: Es ist die altbekannte Hühnersuppe.




Hier ein Teil-Auszug aus einem Artikel meiner Kolumne, die ich wöchentlich in unserem
Wadgasser Amtsblatt schreibe:

Hühnersuppe wird seit Jahrhunderten als bewährtes Hausmittel bei Erkrankungen der oberen Atemwege eingesetzt. Aber hilft diese Suppe wirklich beim Genesen? Der Hals kratzt, die Nase läuft - früher gab es dann eine heiße Hühnersuppe. Dass dies jedoch nicht nur Aberglaube ist, konnten Froscher der Universität v. Nebraska in ihren Studien bereits im Jahr 2000 wissenschaftlich belegen.

Weitere Studien deuten zudem darauf hin, dass sich das in der Hühnerbrust enthaltene Carnosin positiv auf unser Immunsystem auswirkt. Dadurch können Krankheitserreger besser abgewehrt und bekämpft werden. Die Geheimwaffe der Hühnerbrühe oder der Hühnersuppe ist jedoch ihr Eiweißstoff Cystein, der entzündungshemmend und abschwellend auf die Schleimhäute in Nase, Mund und Rachen wirkt und gleichzeitig die Immunreaktionen des Körpers unterstützt.

Und zu guter Letzt wirkt der hohe Zinkgehalt positiv bei Erkältungen. Denn in der Hühnerbrühe oder der Hühnersuppe ist er gebunden an den Eiweißbaustein Histidin, wodurch der geschlauchte Körper das Zink besonders gut aufnehmen kann. Das macht ihn stark genug, um den Viren und Bakterien den Kampf anzusagen.

Ein weiterer Vorteil ist die Hitze der Hühnersuppe, sie hilft die Schnupfenviren zu bekämpfen. Die Viren sind nämlich temperaturempfindlich und werden durch den Genuss einer schönen, heißen Hühnersuppe in ihrer Vermehrung gehemmt.

Wenn Sie die entzündungshemmende Wirkung der Hühnersuppe noch etwas steigern wollen, rate ich Ihnen ein Stück Ingwerwurzel oder etwas Chili mit zu kochen.

Ein paar Zeilen später noch diese Information:


Das „Suppengrün“ reichert die Hühnersuppe mit vielen wichtigen Vitaminen und Mineralstoffen, sowie sekundären Pflanzenstoffen zusätzlichen an. Möhren regen durch das enthaltene Vitamin A den Stoffwechsel an, Knollensellerie hat einen hohen Anteil an ätherischen Ölen, Lauch enthält unter anderem Folsäure, Magnesium und die Vitamine C und K. Zwiebel und Knoblauch kämpfen mit antibakterieller Wirkung gegen den Infekt und die Petersilie ist schlichtweg das Würzkraut zur Stärkung der Abwehrkräfte. Sie hat einen hohen Anteil an Vitamin C, Eisen und die Immunabwehr anregende Eiweißverbindungen.  Außerdem enthält sie wichtige ätherische Öle und wirkt harntreibend, entwässernd und blutreinigend.                                                                                  


         
Noch ein Hinweis zur Hühnersuppe - sie hilft auch einer "wunden" Seele...



So, meine Lieben, seid Ihr jetzt "aufgeklärt"??? (Lach)

Ich hoffe jedenfalls, ich habe Euch mit all den Rezepten nicht gelangweilt. Aber ich betrachte meinen Blog auch als ein Mittel, unsere heimischen (oder eingewanderten) Kräuter wieder mehr in den Fokus zu rücken. So Vieles, was unsere Vorfahren noch wussten, ist schon verloren oder zumindest
 nicht (mehr) präsent. 
Aber erfreulicherweise gibt es immer mehr Interessierte in Sachen Kräutern. Sei es jetzt für den kulinarischen Bereich oder für all die wunderbaren Heilwirkungen, die in soooo vielen unserer Kräuter stecken. Oftmals sind es sogar sogenannte "Unkräuter" (wobei es keine Unkräuter gibt!!!),
die ganz enorme Wirkstoffe beinhalten. 
Mir ist es jedenfalls immer eine riesengroße Freude, wenn ich wieder mehr Menschen die Liebe zu Kräutern und zu deren vielfältigen Anwendungs- und Verwendungsmöglichkeiten 
näher bringen durfte. 



Frei nach dem Motto von Arthur Schopenhauer 

"Gesundheit ist nicht alles,
aber ohne Gesundheit ist alles nichts!"


wünsche ich Euch Allen ganz viel Gesundheit und ein intaktes Immunsystem!
Zumindest arbeiten wir daran...




Alles Liebe



Eure Heidi



Dieser Post wird noch mit Rostroses ANL verlinkt.



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