2. August 2020

Was tun gegen Stechmücken u. Co im Garten? Und wie mit Wespen umgehen?


Meine Lieben,

heute möchte ich Euch einige Tipps geben, was man im Garten tun kann um so lästige Insekten wie Stechmücken, Bremsen und Co. im Zaum zu halten...

Auch die Frage "Wie sollte man mit Wespen umgehen?" taucht immer wieder auf. Auch hierauf versuche ich Antworten zu geben.

Aber zuerst zeige ich Euch was bei mir  -ganz bescheiden-  in einem kleinen Väschen steht.


Es ist die Blüte einer Taglilie, die ich leider mit dem Schlauch abgeschlagen habe...
Zur Zeit bin ich gefühlte Ewigkeiten Tag für Tag am Gießen...
...mit Kanne, mit Schlauch, mit Schöpfkelle...




Übrigens in der Vase hält sie länger als einen Tag...
Und jetzt geht sie noch zu Holunderblütchens Sammlung.






Und hier geht es jetzt zu den lästigen Mücken...


Damit möglichst wenige von ihnen in das Haus oder den Garten gelangen, ist es ratsam, wenig Gelegenheiten zur Vermehrung in der Nähe zu haben.
Stechmücken legen ihre Eier in stehende Gewässer.



Da spielt es keine Rolle ob das gefüllte Gießkannen...




...Vogeltränken, Blumentopfuntersetzer oder das Planschbecken der Kinder ist.




Selbst kleinste Wasseransammlungen, wie z. B. Insektentränken, Pfützen, Astlöcher oder ein kleiner Graben reichen aus, damit die Stechmücke ihre Eiablage auf dem Wasserspiegel tätigen kann. 
 



Oberstes Gebot muss also heißen: Wasserreste immer ausleeren, bzw. vergießen...




... oder täglich erneuern, damit die eventuell abgelegten Stechmückeneier erst gar keine Möglichkeit der Entwicklung haben.




Daher sollte auch ein Blick auf die Wasserfässer geworfen werden. Unsere beiden alten Wassertonnen wurden vom Dach des ehemaligen Hühnerpferchs und dem des Gartenhäuschens "bedient". Die Schlupflöcher (Verbindungen vom Kandel und die der beiden Fässer zueinander) waren zu groß,
sodass immer wieder etliche Stechmücken aufflogen, wenn ich die Deckel öffnete.
Das musste ein Ende haben.




Und so hat mein Mann für unser neues Fass eine "Zuleitung" gelegt, die letztendlich passgenau im Fass sitzt und den Plagegeistern zumindest hier keine Möglichkeit mehr eröffnet.

 Daher meine dringender Tipp: Dichtet Eure Regentonnen und deren Zugänge richtig gut ab.
Diese Mücken nutzen selbst kleinste Schlupflöcher, um in dem Nass ihre Eier abzulegen.


Habt Ihr bereits Larven im Wasser, dann habt Ihr 3 Möglichkeiten:
die Regentonnen entweder "trockenlegen" - sprich alles Wasser darin unverzüglich vergießen...

...oder die Larven mit einem Kescher entfernen und die Tonne danach abdecken und abdichten...

...oder einige Tropfen Spülmittel auf die Wasseroberfläche geben, diese verliert darauf sofort ihre Spannung. Da sowohl die Eier, als auch die meisten Mückenlarven regelrecht an der Wasseroberfläche hängen, verlieren sie ihren Halt, wenn die Oberflächenspannung verloren geht...
...will heißen, sie gehen im wahrsten Sinne des Wortes unter.




Wenn Ihr einen Teich habt, greift auf tierische Helfer zurück.
Goldfische und Kois sollen die Mückenlarven besonders gerne fressen. Und Frösche könnten sie dabei unterstützen. Dieser hier ist allerdings viel zu träge...




Nistkästen in der Nähe des Teichs könnten zusätzlich noch Vögel anlocken, denn auch sie mögen Mückenlarven als sehr willkommene Futterquelle.




Dann wären da noch die Auszüge aus Pflanzen, sei es in Form von Jauchen, Brühen, Aufgüssen oder Kaltauszügen. In der Regel setzt man hiervon immer mehr an, als man auf einmal verbraucht, und selbst während z.B. die Jauchen vergären sind diese und alle anderen "Pflanzenbrühen" eine hoch willkommene Stätte um Mückeneier abzulegen.
Bei Brühen, Aufgüssen und Kaltauszügen reicht ein dicht schließender Deckel,
 um dies zu verhindern.

Bei der Verjauchung von Pflanzengut muss Sauerstoff im Spiel sein, demzufolge kann man ein Jauchegefäß nicht mit einem Deckel verschließen. Ich nehme hierfür eine alte, sehr dicht gewebte Gardine, die ich über den Eimer lege und mit einer Kordel festbinde. Diese Abdeckung ist auch schnell gelöst, denn Jauche sollte ja mindestens 1 x täglich tüchtig umgerührt werden...



So, ich glaube jetzt habe ich an alle möglichen "Wasserstellen" im Garten gedacht und entsprechende Lösungen aufgezeigt. Aber wir wollen ja nicht nur die Eiablage und somit eine Vermehrung dieser Quälgeister verhindern  oder zumindest einschränken, nein, wir wollen auch die Stechmücken selbst von uns fernhalten.

Da gilt eigentlich das Gleiche wie im Haus, allerdings hat man im Garten noch deutlich mehr an Möglichkeiten. Ich meine damit, Pflanzen selbst - direkt gegen Mücken als sogenannte Vergrämungsmittel einzusetzen.




Denkt doch nur an alte Bauernhäuser. Früher war der Misthaufen vor der Tür derselben, und meist stand der Hausbaum ziemlich nahe dabei. Und dies war sehr oft ein Walnussbaum, denn seine Ausdünstungen halten nicht nur Mücken fern. Seine Wirkung erstreckt sich auch auf
Schmeißfliegen und Bremsen.


Aber auch mit Kräutern können wir Mücken vertreiben. 


Wie schon im vorigen Post beschrieben mögen die Plagegeister Basilikum - hier zu sehen, Katzenminze, Knoblauch...



...Lavendel ...


...und Rosmarin so gar nicht.


Auch einige Stauden oder einjährige Sommerblüher haben durch ihre Duftnoten eine abschreckende Wirkung auf Stechmücken und Co. Auf der Terrasse oder dem Balkon hilft Euch die hübsche Pflanze Lillibet mit ihren kussmundartigen Blüten, aber auch die gelb und organge leuchtenden Blüten der Ringelblumen.



Ein absoluter  Klassiker der Mückenabwehr sind alle zitronige Düfte – wie die von dem Zitronengras, der Zitronenmelisse - hier zu sehen


und der Zitronenverbene.    


Dass Tomaten lästige Insekten im Haus abwehren, konntet Ihr ja auch schon im vorigen Post erfahren. Was hindert uns also daran rund um die Sitz- oder Liegeplätze, am Grillplatz oder um die Terrasse einige der hier benannten Pflanzen in Kästen oder Kübeln zu arrangieren.



        Wir haben hier in dem Pflanzkasten auf unserer Terrasse u. a. je eine Cocktail-Tomate, eine Zitronenpelargonie,  einen Weihrauch  und eine Zitronen-Zypresse - allesamt Pflanzen, deren Duft für unsere Nasen sehr wohlriechenden ist, aber von Mücken so überhaupt nicht gemocht wird! 
Wunderbar! Ziel erreicht!


Meine Lieben, Ihr seid noch da?! Toll!!! Aber ich will Euch nicht noch weiter strapazieren und so wird die angekündigte Geschichte mit den Wespen direkt im nächsten Post behandelt - versprochen!!!

             Großes Ehrenwort!                


Jetzt wünsche ich Euch einen schönen, erholsamen Sonntag.

Möge der angekündigte Regen ein ganz wunderbarer Landregen sein und keine Flutkatastrophe!



Alles Liebe


Eure Heidi

                                                               



29. Juli 2020

Was tun - gegen Stechmücken und Co im Haus???


Meine Lieben,

habt Ihr auch das Gefühl, dass es in diesem Jahr den Stechmücken besonders gut geht?!!!
Die Bedingungen scheinen ideal...
Denn immer wieder hatten wir Ärger mit diesen Plagegeistern.

Alleine das nächtliche fiese "Sssssss........" lässt einen nicht beruhigt einschlafen...


Und wenn man dann auch noch gestochen wird, dann kann man sich noch so zusammennehmen,
diese Stiche jucken so fürchterlich,
dass man widder besseres Wissen dann doch immer wieder zu kratzen anfängt...
Dabei macht man es damit noch schlimmer, und man riskiert zusätzlich eine Entzündung...
Das kann es also nicht sein.

Ich habe hier mal einige Tipps notiert, was man einmal im Vorfeld, im Haus tun kann,
damit es diesen Quälgeistern dort erst gar nicht gefällt.
Natürlich habe ich nicht auf chemische Insektensprays zurückgegriffen. Es gibt auch durchaus akzeptable "Vergrämungsmittel" aus der Natur!



Im Nutzgarten ist jetzt die Zeit, da man die Tomatenpflanzen etwas entlaubt, damit ihre Kräfte vermehrt in die Früchte gehen, und damit sie schön luftig dastehen und somit einer möglichen Pilzerkrankung vorgebeut wird.

Und genau diese Tomatenblätter könnt Ihr in eine Vase geben und dann im Haus an jedem
X-beliebigen Platz aufstellen.




Ich habe seit Wochen einen solchen "Strauß" im Schlafzimmer stehen...
Und welch Wunder!!! Wir werden zumindest des Nachts nicht mehr gestochen...!
Wunderbar! kann ich da nur sagen!!!




Den gleichen Effekt erreicht man mit den Blättern von Walnussbäumen!
Auch diese kann man in eine Vase geben und sie so Zuhause als gänzliches unschädliches
"Stechmückenvertreibungsmittel" nutzen!




Vorausgesetzt Ihr oder liebe Nachbarn von Euch haben einen Walnussbaum,
dann könnt Ihr sicher auch an die noch unreifen, grünen Walnüsse gelangen...

Was kann man damit tun?
Wenn sie noch ganz jung sind, und sich im Innern der grünen Fruchthülle die holzige Nussschale noch nicht gebildet hat, dann könnt ihr sie einfach in Scheiben schneiden und auf einen Teller legen.
Uns Menschen gefällt der Geruch - Mücken und Co nehmen reißaus!!!


Sind die Nüsse schon im Reifestadium (die holzige Nussschale hat sich entwickelt),
dann rate ich Euch,
nehmt einen Zestenreißer oder eine Reibe und bearbeitet damit die grüne Nussschale.
So werden die Duftstoffe der Walnuss wunderbar freigesetzt - mit der gewünschten Wirkung:
Stechmücken adé!!!



Es gibt noch einige Pflanzen, die von uns Menschen und auch von Bienen geliebt werden.
Mücken jedoch hassen sie regelrecht. Sie mögen den Pflanzenduft, der im wesentlichen auf
äherischen Öle beruht, so gar nicht!
Und so bleiben sie weg oder suchen das Weite - ganz wie von uns gewünscht!

Dazu gehören:



Rosmarin - der mediterrane Strauch enthält eine große Menge an ätherischen Ölen und ist damit eine wahre Wunderwaffe gegen diese lästigen Blutsauger!




Oder der Lavendel - er ist der Klassiker unter den Wundermitteln der Natur,
denn er hilft gegen schlechten Schlaf und Motten im Kleiderschrank  u n d  
sein starker Geruch treibt auch noch Mücken in die Flucht.




    Die Zitronen-Monarda (im engl. "Bee Balm" = Bienenbalsam) wird von allen Bienenarten sehr geliebt. Dies ist ganz im Gegensatz zu den Stechmücken, denn diese fliehen alles was zitronig riecht!




Basilikum - dieses herrliche Gewürz, dessen Duft wir genießen,
wehrt Stechmücken und lästige Fliegen ab.





Oder die wunderbaren Ringelblumen, eine Heilpflanze par excellence und eine Nahrungsquelle für Bienen, Hummeln und Schmetterlinge. 
Aber für all die lästigen Fluginsekten, wie Stechmücken, Bremsen und Co., geben sie einen unangenehmen Duft ab. 
Die Pflanze enthält nämlich Pyrethrum, eine häufige Zutat in etlichen Insektiziden.




Rainfarn - auch sein Geruch hält Ungeziefer, insbesondere Mücken fern!
Hängt einen Rainfarnstrauß in eine Ecke des Schlafzimmers, und Ihr habt Ruhe vor den Quälgeistern.

Dann wäre da noch die Katzenminze zu nennen
(ich finde im Moment kein Bild von ihr in meiner Sammlung),
die von Bienen heiß geliebt und von Mücken jegleicher Art regelrecht gehasst wird.
Denn die Katzenminze enthält das ätherische Öl Nepetalacton,
das bei Mücken äußerst unbeliebt ist.


 Alle jetzt hier benannten Pflanzen vertreiben durch ihren hohen Gehalt an ätherischen Ölen
Tierchen wie Stechmücken, Fliegen und Obstfliegen.

Holt Euch einfach einen Strauß dieser Gewächse ins Haus,
und haltet mit diesen natürlichen Mitteln alle diese ungeliebten Insekten auf Abstand.



Was Ihr draußen tun könnt, damit z. B. die Abendstunden auf der Terrasse oder im Garten
ein wirklich ungetrübter Genuss sind, davon mehr im nächsten Post.




Bis dahin wünsche ich Euch viele, ungezählte, ganz wunderbare Sommerstunden

und alles Liebe


Eure Heidi