Meine Lieben,
heute ein schneller Post, denn die Zeit ist wieder einmal mächtig weit vorangeschritten...
Aber ich möchte meine Blümchen zu Holunderblütchen und meine Lieblingsecke in unserem Flur zu Nicole auf den Weg bringen ...
...und keine Angst, ich habe den Post über Humofix nicht vergessen.
Auch das Versprechen, Euch allen die Tipps zukommen zu lassen, wenn Eure Schneeglöckchen blühfaul werden sollten, werde ich in aller Kürze einlösen...
Unser Flur ist ziemlich klein, und bedingt durch die Tatsache, dass neben der Haustüre noch 5 weitere Türen da sind, als auch der Treffenaufgang ins obere Stockwerk, ist da wenig Stellfläche vorhanden...
...bleibt diese kleine Ecke, die gerade mal so für das Vertiko passt...

Noch eine kleine Mundartkunde in "saarländisch"
Saarländisch – das gibt ’s eigentlich gar nicht! Denn
unser kleines Ländchen ist sprachlich zweigeteilt.
Im Nord-Westen spricht man moselfränkisch. Ein
Dialekt, der in der Süd-Eifel eher verstanden wird als im südöstlichen
Saarland.
Denn dort spricht man rheinfränkisch, was wiederum mit dem
Pfälzischen und dem(Süd-)Hessischen mehr verwandt ist als mit dem
Moselfränkischen.
Die Sprachgrenze ist scharf. In Völklingen spricht man
rheinfränkisch, nur wenige Kilometer weiter, in Bous, spricht man moselfränkisch.
Dazu kommen noch ganz gewaltige regionale
Unterschiede.
Ich selbst spreche, wenn ich mich der Mundart bediene, rheinfränkisch,
denn ich bin in Saarbrigge (Saarbrücken) geboren...
und erst viel später haben wir in Wadgassen gebaut...
Faasebohdse
sinn im Saarland die Leid, die uff die Faasenacht geh`n, unn die sich
„verbohdst“ (verkleidet) hann...
„’s is Faasenacht, ’s is Faasenacht die Kiechelscha
werre geback, und wenn mei Mudda känn Kielchelscha backt, dann peiff ich uff
die Faasenacht…’s is Faasenacht, ’s is Faasenacht…!“
In der Regel bekamen sie dann "Gutzja" - das sind Bonbons...
"odda" die oben besungenen "Kiechelscha"
und vielleicht auch ein paar Groschen...
Heutzutage hat sich dieser Brauch weitgehend verloren. Dafür finden in vielen Orten bei uns Fastnachts-Umzüge statt, und dort werden die Kinder meistens sehr reich mit Süßigkeiten aller Art versorgt.
Jetzt rufe ich euch noch den "Schlachtruf" der Saarlänner
vunn ihrer Faasend (...das war jetzt moselfränkisch) zu:
"Ein dreifach donnerndes - Alleh hopp! Alleh hopp! Alleh hopp!"
Dieser Ruf ist übrigens abgeleitet von dem französischen Verb „aller"
bzw. „allez!“,
und bedeutet bei uns soviel wie: "Los geht’s, vorwärts!"
Und da wir Saarländer mehrsprachig aufgewachsen sind (lach...), rufe ich Euch neben dem
"Alleh hopp!" natürlich auch "Kölle Alaaf!" und "Helau!" zu.
Seid fröhlich, feiert - wenn Ihr Fastnacht liebt...
...aber paßt auch gut auf Euch auf...
Eure Heidi
(...die wirklich an Rosenmontag geboren ist...allerdings in "Saarbrigge an da Saar!")





















