25. Februar 2017

Freitagsblümchen für Holunderblütchen und meine Lieblingsecke im Flur für Niwibo...


Meine Lieben,

heute ein schneller Post, denn die Zeit ist wieder einmal mächtig weit vorangeschritten...
Aber ich möchte meine Blümchen zu Holunderblütchen und meine Lieblingsecke in unserem Flur zu Nicole auf den Weg bringen ...

...und keine Angst, ich habe den Post über Humofix nicht vergessen. 
Auch das Versprechen, Euch allen die Tipps zukommen zu lassen, wenn Eure Schneeglöckchen blühfaul werden sollten, werde ich in aller Kürze einlösen...





























                                                                                           










Noch eine kleine Mundartkunde in "saarländisch"

Saarländisch – das gibt ’s eigentlich gar nicht! Denn unser kleines Ländchen ist sprachlich zweigeteilt.
Im Nord-Westen spricht man moselfränkisch. Ein Dialekt, der in der Süd-Eifel eher verstanden wird als im südöstlichen Saarland. 
Denn dort spricht man rheinfränkisch, was wiederum mit dem Pfälzischen und  dem(Süd-)Hessischen mehr verwandt ist als mit dem Moselfränkischen.

Die Sprachgrenze ist scharf. In Völklingen spricht man rheinfränkisch, nur wenige Kilometer weiter, in Bous, spricht man moselfränkisch.
Dazu kommen noch ganz gewaltige regionale Unterschiede.
 

Ich selbst spreche, wenn ich mich der Mundart bediene, rheinfränkisch,
denn ich bin in Saarbrigge (Saarbrücken) geboren...
und erst viel später haben wir in Wadgassen gebaut...




Faasebohdse

sinn im Saarland die Leid, die uff die Faasenacht geh`n, unn die sich 
„verbohdst“ (verkleidet) hann...

An Faasenacht gingen früher die Kinder von Haus zu Haus und sangen diesen Text:
„’s is Faasenacht, ’s is Faasenacht die Kiechelscha werre geback, und wenn mei Mudda känn Kielchelscha backt, dann peiff ich uff die Faasenacht…’s is Faasenacht, ’s is Faasenacht…!“

 In der Regel bekamen sie dann "Gutzja" - das sind Bonbons...
"odda" die oben besungenen "Kiechelscha"
  und vielleicht auch ein paar Groschen...

 Heutzutage hat sich dieser Brauch weitgehend verloren. Dafür finden in vielen Orten bei uns Fastnachts-Umzüge statt, und dort werden die Kinder meistens sehr reich mit Süßigkeiten aller Art versorgt.


Jetzt rufe ich euch noch den "Schlachtruf" der Saarlänner 
vunn ihrer Faasend (...das war jetzt moselfränkisch) zu: 
"Ein dreifach donnerndes - Alleh hopp! Alleh hopp! Alleh hopp!"

Dieser Ruf ist übrigens abgeleitet von dem französischen Verb „aller" bzw. „allez!“,
und bedeutet bei uns soviel wie: "Los geht’s, vorwärts!"





Und da wir Saarländer mehrsprachig aufgewachsen sind (lach...), rufe ich Euch neben dem 
"Alleh hopp!" natürlich auch "Kölle Alaaf!" und "Helau!" zu.

 Seid fröhlich, feiert - wenn Ihr Fastnacht liebt...
...aber paßt auch gut auf Euch auf...




Eure Heidi
(...die wirklich an Rosenmontag geboren ist...allerdings in "Saarbrigge an da Saar!")





20. Februar 2017

Ein Brennnessel-Rezept der besonderen Art...




Meine Lieben,

ich weiß, dass Ihr auf die Brennnessel-Rezepte wartet…
Mit den kulinarischen werde ich mir noch etwas Zeit lassen müssen, denn ich möchte sie Euch, in der gewohnten Weise meines Blogs, in Schritten –unterlegt mit den passenden Fotos– präsentieren.
Wenn die ersten Brennnesseln sprießen, wird es soweit sein…versprochen!



Damit Ihr aber nicht zu lange warten müsst, hier vorab das, was ich
„Pflanzenkraft durch Pflanzensaft“  nenne.


 


Ihr wünscht Euch sicher ALLE gesunde, widerstandsfähige Pflanzen, die gut gedeihen, einen schönen Wuchs und eine herrliche Blütenpracht haben, u n d,  sofern Ihr Nutzpflanzen anbaut, dann hofft Ihr zudem auf geschmacklich, optisch und mengenmäßig gute Erträge.
Für all diese Erwartungen und Wünsche könnt Ihr selbst eine ganze Menge tun.
Lasst Euch ein auf den biologischen Pflanzenschutz, denn dieser fördert die Gesundheit und Widerstandkraft der Pflanzen und hemmt gleichzeitig
die Entwicklung von Schädlingen und Krankheiten.


 
 
Zum biologischen Pflanzenschutz gehören:
  • die Stärkung der Widerstandskraft durch einen optimalen Standort
  • die Vorbeugung durch Fruchtwechsel und die natürliche Schädlingsabwehr durch Pflanzen in einer Mischkultur
  • die naturgemäße Bodenbearbeitung, Pflege und Düngung
  • die Stärkung des ökologischen Gleichgewichts durch naturnahe Gartengestaltung
  • die gezielte Förderung von nützlichen Tieren, z.B. durch das Anbieten von Nisthilfen
  • der gezielte Einsatz von „Pflanzensäften“ zur Düngung und zur Abwehr von Schädlingen und Krankheiten

 
Ewiger Kohl

Heute wende ich mich dem letzten  Punkt der obigen Auflistung zu. 
Damit unsere Pflanzen gut gedeihen, brauchen sie entsprechende Nährstoffe. Verwöhnt und düngt Eure Pflanzen mit Pflanzenjauchen! Diese gehören neben dem Kompost zu den besten und umweltverträglichsten Düngern! Außerdem sind sie leicht und kostengünstig herzustellen. Da sie selbst aus Pflanzen entstanden sind, enthalten sie alle wichtigen Nährstoffe und Spurenelemente in einem ausgewogenen Verhältnis, genauso, wie unsere Gartenpflanzen sie benötigen. 


 

Kein noch so gut berechneter, industriell hergestellter Dünger reicht an diese von der Natur vorgegebene Mischung heran. Die Nährstoffe in Jauchen sind leichter zugänglich als die im Kompost und wirken deshalb schneller. Kompost gibt seine Nährstoffe erst frei, nachdem Bodenbakterien sie aus dem Humus herausgelöst haben. Deshalb ergänzen sich Kompost und Jauchen in einem naturgemäßen Garten ganz hervorragend.



Wie setze ich jetzt eine Brennnessel-Jauche an?

- frische Brennnesseln zerkleinern u. locker in einem Gefäß aufschichten;

- dann mit kaltem Wasser (am besten Regenwasser) übergießen;

- nach 2 – 3 Tagen beginnt die Gärung. Diese gärende Jauche hilft als Spritzmittel gegen Blattläuse und Spinnmilben.
 Die Verdünnung sollte 1 : 50 sein!
Spritzungen unbedingt nur als bewölkten Tagen durchführen!

- Eine fertig vergorene Brennnessel-Jauche  habt Ihr nach ca. 14 Tagen. Sie enthält sehr viel Stickstoff,
der das Wachstum der Pflanzen begünstigt und diese kräftigt.
Zur Düngung verdünnt die Jauche 1 : 20!
                Aber gießt bitte nicht mit dem Gießkannenaufsatz und nicht auf die Pflanzen,                       
sondern nur an deren Fuß.                  


Hier noch 3 besondere Tipps:
1. Wenn möglich, den Jaucheansatz mehrmals täglich umrühren. Dadurch wird vermehrt Sauerstoff zugeführt, und dann geht das Ganze schneller!

2. Um dem unangenehmen Geruch einer Pflanzenjauche zu entgehen, gebt, sobald sich die ersten Blasen bilden (nach ca. 2 – 3 Tagen) 3 – 4 Pflanzkellen Urgesteinsmehl in Euren Ansatz und rührt das Ganze um! Dadurch mildert sich der Geruch schon deutlich. Eine noch bessere Wirkung erzielt Ihr, wenn Ihr zusätzlich Humofix** zur Jauche gebt. Nicht nur der unangenehme Geruch wird damit weitgehend reduziert, durch diese beiden Gaben  erhält Eure Pflanzenjauche noch zusätzlich wertvolle Mineralien, 
                                      die Eurem Boden und Euren Pflanzen gut tun.                                                
(**über dieses „Wahnsinnsmittel“ berichte ich in einem späteren Post!)

3. Damit keine Stechmücken ihre Eiablage an der Wasseroberfläche tätigen, deckt Euren Jaucheeimer mit Vlies, einer alten dicht gewebten Gardine oder ähnlichem ab. Bitte keinen fest schließenden Deckel verwenden, das würde die Sauerstoffzufuhr behindern.



Wie schon beschrieben,  je nach Temperatur ist die Jauche in ca. 14 Tagen fertig. Indiz hierzu: sie blubbert nicht mehr, es bildet sich auch kein Schaum mehr. Siebt jetzt diese fertige Pflanzenjauche ab. Die Pflanzenreste könnt Ihr  getrost auf den Kompost geben. Die gesiebte Jauche ist einsatzbereit.           Aber achtet unbedingt auf die richtige Verdünnung!!! Siehe oben!




Habt Ihr am Ende des Vegetationsjahres  noch einen Rest Jauche übrig, so könnt Ihr diesen getrost im  Garten stehen lassen. Die Jauche verliert ihre Wirksamkeit nicht, auch nicht durch Frost!  
               Ihr aber verfügt dann bereits im zeitigen Frühjahr über eine Jauche,                                    
 die Euren jungen Pflänzchen zu einem guten Start verhilft.


 


             Etwas ganz Wichtiges hätte ich jetzt beinahe vergessen:  Beim Verjauchen von Brennnesseln achtet bitte darauf, dass die Pflanzen noch keine Samen angesetzt haben. Diese gehen durchs Verjauchen nicht kaputt, das heißt, sie verlieren ihre Keimfähigkeit nicht!!!

 Dieses war der "erste Streich" in Sachen Brennnessel-Rezepte...
...etliche weitere (kulinarische) folgen alsbald...
(...wenn uns der Frühling beehrt...!)

 


Unser "neues" Bad sollte eigentlich zu diesem Zeitpunkt fertig sein...
Aber durch meinen Sturz mussten wir alles verschieben...
So müssen wir jetzt noch mit dem "Alten" vorliebnehmen...
Dann schicke ich das wenigstens zu Lottas bunte Welt...




 Meine Lieben,

wie geht es Euch? Alles gut? Oder fristet Ihr rein gemütsmäßig z. Zt.eher ein "Keller-Dasein"?

Dann habe ich einen Tipp - Stellt Euch diese Fragen: 
Was ist mir bisher in meinem Leben gut gelungen?
Wann war ich besonders mutig?
Worauf bin ich richtig stolz?

Es ist eine Tatsache, nichts hebt unsere gute Laune mehr, als das Erkennen all dessen, was wir gut hinbekommen haben!
Ich wünsche Euch ALLEN einen grandiosen Rückblick
und daraus resultierend  ein wunderbares Vorwärtsschauen!!!


Alles Liebe

Eure Heidi