22. September 2017

Ireland it´s wonderful


Meine Lieben,

endlich ist es so weit, Teil I meines Irland-Reiseberichts ist fertig...
Es gibt viel zu berichten...



Diese Karte bekam ich bereits vor Jahren, als ich mich über Irland informiert habe...

Jetzt werde ich Euch vor lauter Begeisterung mit Infos überschütten...
Na, ganz so schlimm wird´s hoffentlich nicht werden...

Fangen wir vorne an...
Es war schon seit vielen, vielen Jahren mein Traum einmal Irland erleben und bereisen zu dürfen...
Leider konnte ich meinen Mann nicht dafür begeistern...


Meines? JA! Schon immer! Und jetzt, da ich es etwas kennen lernen durfte, erst recht!!!

Und so schloss ich mich unserer evangelischen Kirchengemeinde hier in Wadgassen-Schaffhausen an, die in diesem Herbst bereits das 4. mal in Irland zu Gast war.
Das war, wie sich im Nachhinein herausstellte, die beste Entscheidung überhaupt. Ein bewährtes Team, bestehend aus unserer Pfarrerin Andrea Lermen-Puschke und unserem Reiseleiter (einem "deutschen Iren" - ich hoffe er ist mit dieser Bezeichnung einverstanden...) Eckhard Ladner waren das Beste, was uns überhaupt passieren konnte. Die Reise fand unter "dem Dach" 
des Europäischen Bildung- und Begegnungszentrums Irlands statt, dessen  Vorsitzender Herr Ladner ist. Seine Verbundenheit mit der Pfarrerin und unserer Truppe zeigte sich sofort in dem Umstand, dass er sich nicht zu schade war, unseren Bus selbst zu kutschieren! Und das so bravourös, dass selbst ich mich beim Befahren von steil abfallenden Küstenstraßen sicher fühlte!!!


"Ecki", wie Herr Ladner sehr schnell von allen liebevoll genannt wurde, erwies sich im Weiteren als wandelndes Lexikon! Ob es die weit zurückliegende Geschichte Irlands mit Hünengräbern und Dolmen war, die Keltenzeit, die Christianisierung, die Unruhen durch die einige Jahrhunderte andauernde englische Herrschaft, die Große Hungersnot um 1850, die viele Iren zu Emigration nach Amerika zwang, der gescheiterte Osteraufstand 1916 oder die Ereignisse und Probleme heutiger Zeit (Schulbildung, Energieversorung, Wasser- und Abwasserregelung, die Konjunkturphasen sprich: finanzieller Auf- und Abschwung der Insel u. u. u.) ...Es gab keine Fragen, die er nicht beantworten konnte. Wir erfuhren mal gerade so nebenbei (beim Fahren) sooooo viel Interessantes über Land und Leute, dass man sich ganz schnell nicht mehr "fremd" fühlte...So, wie uns Ecki in all diese Themen einweihte, entstand eine Art innerer Verbundenheit mit der Insel und ihren Menschen. Eine unglaublich gute Voraussetzung um ein Land zu bereisen und um es zu verstehen...


Soviel zur Vorgeschichte. Jetzt gehts aber los mit Tag 1

Um 5.00 Uhr,  früh am Morgen, starten wir (eine ganz, ganz tolle Reisegruppe!!!) 
per Bus Richtung Frankfurt...
Ich hatte mächtig Bammel vorm Fliegen...

Aber ich hatte Super Medikamente und eine ganz wundervolle, einfühlsame Reiseleiterin an meiner Seite...Das hat mir sehr geholfen! Danke Andrea!!!
Denn so war es mir tatsächlich möglich, die Faszination des Fluges irgendwann 
sogar in Teilen zu genießen...
(Das hatte ich selbst noch in diesem riesigen Gewirr des Frankfurter Flughafens schlichtweg
 für unmöglich gehalten...!)



Große Bild links: Wir fliegen über Deutschland! Großes Bild rechts: Wir fliegen bereits Dublin an!
Mein erstes Essen in Irland - ein Sandwich mit Chips in einem ganz urigen irischen Pub!

Hierzu eine kleine Anekdote, von einer "Irland-Unkundigen-Reisenden"...von mir selbst...
Die Speisen hatte ich mir an der entsprechenden Theke ausgesucht und auch gleich bezahlt. Da brachte mir eine Bedienung noch ein großes Glas mit erfrischendem Wasser mit Eiswürfeln und 3 Zitronenscheiben, was ich gerne annahm. Als ich mein Essen beendet hatte, wollte ich mein Getränk bezahlen...Das stellte sich als sehr schwierig heraus...Ich spreche kaum englisch, aber 
"water pay please" bekam ich dennoch zusammen...Man wollte kein Geld von mir, bot mir aber ein weiteres Glas Wasser an...Ich legte mein Geld auf den Thresen, auch das half nichts...Dann suchte ich mir Hilfe in dem weitläufigen Pup, denn ich wollte auf gar keinen Fall als Zechprellerin meinen Einstand in Irland geben!!! Unsere Irlandkundigen klärten das Missverständnis schnell auf: In Irland kostet Wasser    N I C H T S  !!!  Mir blieb letztlich ein ganz herzliches "Thank you!"



Eckhard und Andrea hatten bereits für unseren Anreisetag einen ganz historischen Einstieg gewählt:
Wir besichtigten, in den Ruinen einer alten Abtei, eines der schönsten  und ältesten Hochkreuze Irlands, das mit seiner reicher Ornamentik eine ganz unglaubliche Symbolik beinhaltete 
                                    (Ecki klärte uns ganz wunderbar auf!)                              
und 
wir machten einen kleinen Spaziergang zu diesem urzeitlichen Dolmen nahe bei Brownshill im Country Carlow.



Ein Dolmen ist megalithisches Portalgrab. Bei diesem hier handelt es sich um eine keltische Kultstätte, die in etwas 3.000 bis 4.000 vor Christus entstand. Sein "Capstone" (Deckstein) wird auf 100 - 150 Tonnen Gewicht geschätzt, und ist somit der schwerste Irlands, vielleicht sogar Europas...

Unsere erste (und auch die 2. Nacht) verbrachten wir im Kilford Arms Hotel in Kilkenny.
Dort klang der Tag bei irischer Musik und Gesang in der gemütlichen Bar aus.

Ich teilte mir übrigens während unseres Irland-Urlaubs ein Doppelzimmer mit der lieben Ursula. 
Wir verstanden uns prächtig. Gute Laune war unser steter Begleiter, wir haben viel und oft gelacht, und so kam es, dass einige aus der Gruppe uns den liebevollen  Beinamen "Lachschwalben" gaben.



 Tag 2

Heute blieb der Bus stehen, denn wir machten uns zu Fuß auf die Erkundung dieses als
Irland´s "mittelalterliches Juwel" bezeichneten Städtchens - Kilkenny


Zuerst begaben wir uns zur St. Canice´s Kathedrale - einem mittelalterlichen Meisterwerk. 
Alleine hier hätte man Stunden verbringen können, um all die Kostbarkeiten, die sich hier boten gebührend zu würdigen. Oben rechts, das kleine Bild zeigt z. B. St.  Kieran´s Stuhl (Kathedra), der seit 1500 Jahren ununterbrochen für die Weihe neuer Bischöfe genutzt wird.
Der hölzerne Dachstuhl (Bild unten links) ist gänzlich ohne Nägel oder Schrauben gefertigt. Lediglich Holzdübel halten ihn zusammen. Christiane stellte ihr außerordentliches musikalisches Talent unter Beweis. Sie beherrschte auch diese Orgel aus der Zeit der Romantik, mit über 3000 Orgelpfeifen, ganz furios. Es war schon pure Selbstverständlichkeit, dass wir diesen Ort zur Besinnung und einer kleinen gemeinsamen Andacht nutzten. 
Schließlich waren wir ja mit "Kirchens" unterwegs!
 Noch erwähnen möchte ich den ca. 1000 jährigen Rundturm. er ist einer von zweien weltweit, der auch heute noch bestiegen werden kann.




Kilkenny wird im Volksmund auch “die Stadt des schwarzen Marmors” genannt. Man findet im gesamten Ortskern hochpolierten schwarzen Stein (vielfach Grabplatten, Kreuze u. ä.), welcher verarbeitet wurde.Tatsächlich handelt es sich hier aber nicht um Marmor, sondern um 
hochpolierten Kalkstein.





Unser nächster Anlaufpunkt war Kilkenny Castle. Auch hier würden Historiker Tage und Wochen verbringen wollen...Wir begnügten uns mit deutlich weniger Zeit. Die Geschichte dieses Schlosses ist sehr wechselhaft und geht bis auf das Jahr 1172 zurück. Die Pracht und der Reichtum der Herrschenden (hier über gut 500 Jahre die Familie Butler) aus längst vergangenen Zeiten,  kann in diesen Räumlichkeiten sehr gut nachempfunden werden.
Der parkähnlich gestaltete Garten fand naturgemäß mein besonderes Interesse.




Kontrastprogramm war angesagt, denn vom Schloss ging es in die Smithwick-Brauerei. Was wir  dort alles über die Kunst der Bierbrauens erfahren haben war faszinierend. Man konnt sogar selbst Hand anlegen - s. kl Bild unten links - hier rühre ich gerade die duftende Maische...
Es war insgesamt eine großartige Präsentation! Denn sowohl die sprechenden Hologramme der Gründer dieser Brauerei (kl. Bild Mitte links), als auch das überaus ansteckende Engagement unseres jungen Brauerei-Führers haben uns alle begeistert! Als krönenden Abschluss konnte sich jeder eines oder mehrere Biere ausschenken lassen...Slainte! (Gesprochen: Slontje! = Prost!)





Es folgte eine Spanne der freien Zeiteinteilung. Ursula und ich gingen zuerst in das Rothe House mitten in Kilkennys City. Es wurde 1594 von John Rothe Fitzpiers gebaut, der mit edlen Stoffen und Seide handelte. Heute beherbergt das Haus (und zwei weitere, im hinteren Teil angebaute) ein Museum, öffentliche Räume für Lesungen und dergleichen, sowie eine Bibliothek. Hinter diesen 3 Häusern schließt sich der im Jahr 2008 vollkommen rekonstruierte, recht große Garten an. Er stellt ein typisches Beispiel eines städtischen Gartens seiner Zeit dar, und so findet man in ihm Gemüsebeete, Kräuter, Sträucher und einen großen Obstgarten.


Und jetzt eine Frage - vor allem an alle meine mitlesenden SaarländerInnen: 
Seht auch Ihr hier eine frappierende Ähnlichkeit mit einem  bekannten saarländischen Politiker?!!
Oder habe ich einen Knick in der Optik?!
Dieses Bild hängt im Rothen House zu Kilkenny...
 



Offizieller Tagesordnungspunkt 4 an diesem Tag war der Besuch im Rathaus der Stadt. Wir wurden im Ratssaal von dem Grafschaftsrat Malcolm Noonan der Stadt Kilkenny erwartet. (Ecki hatte das fertig gebracht...!) Dort erzählte  Mister Noonan sehr offen über Irlands gesellschaftlichen und politischen Begebenheiten.
Er verschwieg auch einige zeitnahe Probleme nicht, und so entwickelte sich eine recht interessante und ziemlich rege Dikussionsrunde.


Schließlich war es Zeit zum Hotel zurückzukehren, denn unser Dinner würde bald serviert werden. 
Man sollte ja meinen, dieser Tag hätte genug für uns bereitgehalten...
Weit gefehlt, zu späterer Stunde machten sich der Großteil unserer Gruppe noch auf,
um in einem typisch irischen Pub ebenfalls landestypische Musik zu genießen!




 Tag 3

Wir bestiegen nach einem guten irischen  Frühstück allesamt unseren Bus, um uns von Ecki nach Jerpoint Abbey chauffieren zu lassen. Unterwegs erzählte er uns schon sehr viel über die Geschichte dieses herausragenden Zisterzienserklosters, das in der 2. Hälfte des 12. Jahrhunderts gegründet worden war. Als sehr bemerkenswert an dieser Abtei wird auf den Säulengang hingewiesen, in dem man einzigartige Skulpturen bewundern kann. Für mich war auch sehr interessant zu erfahren, dass mit der Regentschaft Heinrichs des VIII. König von England und Irland, 
der Untergang der Klöster begann.
  

Es wurde sogar befohlen, bei diesen sämtliche Dächer zu entfernen, damit nicht doch Menschen dort Unterschlupf und Wohnraum hätten finden können!!! 
Es waren sehr schlimme Zeiten für die Menschen dort!!!


Aber die Anlage ist dennoch bis heute erfreulicherweise in einem bemerkenswert guten Zustand!




Unser 2. Ziel an diesem Tag war das Dorf Ahenny im Süden den Country Tipperary. Dieses Dorf war bis 1935 eine Arbeitersiedlung für die bedeutensten Schiefersteinbrüche der Republik Irland. 
Es sind lediglich 2 Straßen mit den typischen niedrigen Steinhäusern, die das ganze Dorf bilden. 
Wir fuhren allerdings dorthin, um uns den Friedhof mit zwei Sandsteinkreuzen 
aus der Ossory-Gruppe anzusehen. 
Sie gehören somit der ältesten Gruppe von Ringkreuzen in Irland an. Bemerkenswert ist die keltische Bandsymbolik (die Flechtmuster) auf den Armen und Ringen der beiden Kreuze. 
Und ganz ungewöhnlich, so erklärte uns Ecki, sind die hutartigen Bedeckungen der Kreuze,
wobei man deutlich sehen kann, dass diejenige des Südkreuzes beschädigt ist.






Unsere nächste "Begegnung" hatten wir mit dem Städtchen Cahir ebenfalls im Country Tipperary gelegen. Dort konnten wir auf eigene Faust unsere Zeit gestalten. Ursula und ich entdeckten einen ansprechenden Pup, in welchem sich bald darauf noch mehrere unserer Gruppe hinzugesellten, um dort einen kleinen Lunch zu nehmen. Natürlich reizte uns die große Festung Cahir Castle. Sie ist auf einer Felseninsel im Fluss Suir gelegen und galt lange Zeit als uneinnehmbar.
Ihre Ursprünge gehen bis ins 3. Jahrhundert zurück. Die Befestigung der Burg wurde allerdings erst 1142 vom Prinzen von Thomond vorgenommen. Im Jahr 1375 wurde die Burg dann der mächtigen Familie Butler für ihre Treue zu Edward dem III. überschrieben.
Ich möchte Eure Aufmerksamkeit noch unbedingt auf das kleine Bild in der Mitte meiner Collage lenken. Hier seht Ihr zwei hochgeborene Frauen (eine davon wohl eine Königin...), die die Burgmauern hochziehen (sprich: die mauern!)...während die Gemahle vermutlich kriegerischen Auseinandersetzungen nachgehen...Bemerkenswert! Oder?!



Den angrenzenden Park haben wir uns selbstverständlich auch noch angeschaut. Und dann ging es weiter zu unserem nächsten Nachtquartier, einem Hotel in Cork, wo uns ein ganz wundervolles
Dinner serviert wurde.



Tag 4 

Auch wenn Ihr es Euch vermutlich kaum vorstellen könnt, dieser 4. Tag sollte eine weitere Steigerung an Erlebtem beinhalten...


Zwar war der Start beim Frühstück etwas holprig, aber schon der 1. Punkt des heutigen Programms sollte uns voll entschädigen! Wir besuchten - früh am Morgen - die Distellery Jameson in Midleton im Country Cork. Ecki hatte dort eine Führung für uns gebucht, und wieder hatten wir das große Glück an eine sehr engagierte und äußerst kompetente Führerin zu gelangen. Ich hätte nie gedacht, dass ich einmal so interessiert und zugleich fasziniert zuhören würde, wenn man höchst anschaulich erklärt, wie Whisky hergestellt wurde und wird. Wir wurden in alle Produktionsschritte und in die Geschichte des irischen Wisky´s eingeweiht. Wir bestaunten den größten "Pot Still" (Brennblase) der Welt mit einem Fassungsvermögen von 1.500 Hektoliter! das 160 Jahre alte Wasserrad,  den riesigen Kornspeicher mit seinen stabilisierenden Eisentraversen u. u. u. 
Die gesamte Anlage aller wichtigen Gebäude wurde auf sehr liebevolle Art restauriert, und bildet heute, sowohl architektonisch als auch historisch, die einzig vollständig erhaltene Industrieanlage ihrer Art in ganz Großbritannien und Irland.



Bei dieser tollen Führung habe ich auch endlich verstanden, warum ich Irischen Whiskey ganz prima genießen kann, während ich auf Schottischen lieber verzichte! Es liegt daran, dass in Irland die Gerste (richtiger: die Mälze) ohne direkte Wärme getrocknet wird. In Schottland wird der Torf-Rauch durch die Gerste gepresst und so erhält deren Whisky seinen typisch rauchigen Geschmack,
der mir persönlich nicht zusagt... 

Wie sollte es anders sein, zum Abschluss einer wirklich großartigen Führung waren wir eingeladen ein Glas echten Jameson Irish Whiskey zu genießen. Jetzt vertrage ich ja nicht viel Alkohol...und dann noch am Morgen...So bestellte ich mir einen Lemon-Cocktail mit Whiskey, in der Annahme dann weniger Whiskey zu bekommen...So kann man sich irren!!!
Der Barkeeper nahm ein sehr großes Glas, gab gut bis zur Hälfte Eiswürfel hinein, schüttete 
"jede Menge" seines Irish Whiskey dazu und füllte das Ganze dann noch mit etwas Bitterlemon auf...
Na, das konnte ja heiter werden...denn es schmeckte vorzüglich, und ich habe alles ausgetrunken...!!!






In allerbester Laune fuhren wir nach Cork. Dort hatten wir einige Stunden Zeit uns die Stadt nach eigenen Schwerpunkten anzuschauen. Ursula (sie ist Malerin) besichtigte mit Andrea und einigen anderen die Crawford Gallery. Mir war mehr nach dem  "English Market",  
wo ich nicht Wenige unserer Gruppe antraf...


Der "English Market" in Cork ist eine 1610 an der Grand Parade erbaute, große Markthalle, mit zwei rein architektonisch wunderbar gestalteten Haupteingängen (Bilder 1. Reihe rechts und links).
Was man als Besucher im English Market sehen (und riechen) kann, ist ein Fest für die Sinne: Fleisch, Geflügel, Fisch, Käse, Gemüse, Obst, Brot, Kuchen, Wein, Kaffeespezialitäten aus aller Welt, Schokolade aus Fair-Trade-Handel, frisch gepresste Fruchtsäfte und Smoothies, irische Delikatessen, hausgemachte Leckereien, Gewürze und viel Exotisches überwältigen die Besucher. Alles frisch, alles bio. Das intensive Aroma der Metzgerauslagen und ihrer lokalen Spezialitäten wie „Drisheen“ (Blutwurst) und „Crúibini“ (Schweinshaxe) wird auch den verwöhntesten Gourmet überraschen.
 So das Resümee von Kennern der Szene, dem ich mich fast (...ich konnte ja nicht alle lokalen Spezialitäten verkosten...) voll umfänglich anschließen kann. 

Edeltraud und ich unternahmen noch weitere Erkundungen, so z. B. zu dem Justiz-Palast, der so vollkommen fehl am Platze wirkte (s. das Gebäude mit den großen Säulen...), zur St. Francis Church mit ihrem riesengroßen Mittelschiff oder zur Saints Peter and Paul´s Church mit ihren wunderschönen Schnitzereien...u. u. u.






Es war gut wieder im Bus sitzen zu dürfen...Auf ging´s in die kleine Hafenstadt Kinsale.
Hier, auf dem Foto, seht Ihr den wohl krassesten Gegensatz zum "English Market" - 
einen sog. "Tante-Emma-Laden", wie ihn zumindest die Älteren unter Euch 
noch von früher kennen...


Kinsale ist eine liebenwerte kleine Stadt mit ganz unglaublich bunten Hausfassaden. Die tollsten Farbkreationen kann man dort finden und wundervolle kleine Geschäfte mit besonderen Auslagen. Viele davon aus der handwerklichen Tradition der Iren.  

Nach diesem Abstecher ging es dann   e n d l i c h   ans Meer!!!
Ich glaube es gab niemand in unserer Gruppe, der sich nicht nach Muscheln und schönen Steinen bückte. Eine abendliche Gymnastik bei leichter Brise und dem wundervollen Rauschen des Meeres.



Rechtzeitig, um sich vor dem Dinner noch etwas frisch machen zu können, kamen wir im 
West-Cork-Hotel an.  
Man hatte uns einen eigenen sehr geschmackvollen Speisesaal zugedacht, der bereits schön eingedeckt war. Es gab jeden Tag ein dreigängiges Menü. Am ersten Tag hatten wir 
die Wahl zwischen: 

Crème von Lauch und Karteffelsappe oder Melone u. Griech Joghurt & Beerekompott
***
Irish Stew Rindereimtopt oder Fisch Gebacken und Remoulade
***
Windbeutel mit Beesen & Satine oder Selection of Ice-cream
***
Tea or Coffee
Jeden Tag aufs Neue hatte man sich die Mühe gemacht, uns in unserer Heimatsprache die Menüwahl zu erleichtern!
DANKE!

Dazu gab es täglich Kartoffeln in Extra-Schüsseln (meist gebacken) und weitere Schüsseln mit gemischtem Gemüse (Karotten, Blumenkohl, Brokkoli) und 2 dicken "Bällen" des fast schon obligatorischen Kartoffelpürees.


Am späteren Abend erkundeten wir noch das Städtchen und landeten schließlich in einem Pub mit 
leicht einschläfernder Musik...(und leider keiner irischen!)





Tag 5

In der Nacht hatte es mächtig geregnet, der Morgen war zunächst wettermäßig ziemlich durchwachsen. Heute wollten uns Ecki und Andrea Bantry House & Garden vorstellen.
 Es gilt als das prunkvollste Landhaus in Westirland - ein Juwel georgianischer Bauart.
Errichtet worden ist der schlossähnliche Herrensitz oberhalb der Bantry Bay im Jahre 1720 und fungierte ab 1750 als Stammsitz der Familie White, den späteren Earls of Bantry.  
Die Gechichte des Hauses steht in engem Zusammenhang mit dem Versuch irischer Rebellen, die mit französischer Unterstützung Irland von der Herrschaft Englands befreien wollten.

 Zu sehen sind im Inneren die Kunstschätze, die der 2. Earl of Bantry auf seinen zahlreichen Reisen durch ganz Europa zusammengetragen hat.  



Wie kaum ein anderer Ort an der Westküste Irlands ist Bantry von den Ausläufern des warmen Golfstroms verwöhnt.
Nicht von ungefähr prägen in dem 3000-Seelen-Nest in der Grafschaft Cork mächtige Palmen und Zedern, Fuchsien und meterhohe Agaven das Landschaftsbild.

Einen besonderen Blickfang bilden auf dem terrassierten Gelände, das schon einmal als Drehort für einen Rosamunde-Pilcher-Film diente, neben den Italienischen Gärten und dem Rosengarten die Hundred Steps, eine monumentale Steintreppe, die von Azaleen und Rhododendren flankiert wird.
Es muss umwerfend sein, wenn all diese Büsche im Frühjahr in voller Blüte stehen.

Vom oberen Ende der Treppe bietet sich ein faszinierender Blick auf Bantry House, die Bantry Bay und Whiddy Island. Diese einigen vielleicht noch in Erinnerung von der Katastrophe im Januar 1979, die auch als Betelgeuse-Vorfall bekannt ist.


Ich muss gestehen, hier hätte ich gerne wesentlich länger verweilt.



Aber es wartete noch ein "Schmankerl" der ganz besonderen Art  auf uns...
Wir fuhren auf einem kleinen Teil des fantastischen"Wild AtlanticWay´s" 
der "Mizen Head Fog Signal Station"  (Signalstation Mizen Head) zu.


Sie liegt auf dem südwestlichsten Zipfel Irlands und wurde 1909 in Betrieb genommen.
Seitdem, so heißt es, ist die Landspitze zwischen Roaringwater Bay und Dunmanus Bay auch bei Sturm und Nebel endlich sicher zu passieren.
Zuvor sollen mehr als 200 Schiffe – von stolzen Windjammern bis hin zum winzigen Fischerboot –
dort auf Grund gegangen sein. 
 
 Dass die Mizen Halbinsel stark vom Golfstrom und dem Wettertreiben über dem Atlantik beeinflusst wird, haben auch wir zu spüren bekommen. Es geht hier unglaublich flott, dass die Wetterlage von eitel Sonnenschein auf peitschenden Regen mit entsprechenden Windböen und dann auch bald wieder auf Sonnenschein umschwenkt.
In Irland ist man immer gut beraten, eine Regenjacke dabei zu haben, aber auch die Sonnencreme!


Eine Bogenbrücke, die einen bisweilen schwindelerregenden Blick auf den Atlantik ermöglicht, führt letztlich zum Leuchtturm und zum Mizen Head Visitor Centre auf einer vorgelagerten Klippe.
Die wildromantische Halbinsel selber gehört zu den abgeschiedensten Regionen der gesamten Insel. 
Als Touristen-Attraktion ausgebaut, hat man verschiedene Plattformen geschaffen, die immer wieder einen anderen Blick auf die unglaubliche, bis zu 100 m hohe Klippenlandschaft und 
das bewegte Meer freigeben. 
Schaut Euch nur diese Farbenvielfalt des Meeres oder seine Brandung an  - es ist so beeindruckend, eigentlich sollte man es einfach  "nur" fühlen, denn Worte reichen da nicht aus...


An der Küste lassen sich Delfine, Seehunde und Wale sowie eine Reihe von Zugvögeln beobachten, so erklärte uns Ecki. Seehunde haben wir tatsächlich ausgemacht und etliche Vögel.
Ich hätte hier ewig stehen und staunen können...
An der Station selbst gab es einige Räumlichkeiten, die mit den unterschiedlichsten Ausstellungen zu erkunden und zu bewundern waren.



Für uns ging es nach einem kleinen Snack im Mizen-Cafe noch an einen wunderschönen relativ einsamen Strand der Mizen-Halbinsel. Bei uns firmiert dieser jetzt 
unter dem  Namen "Andreas-Strand"...


Im Hotel wartete wieder ein feudales Abendessen auf uns, und dann war irische Musik und Tanz in der hoteleigenen Bar angesagt. Die Animateure machten ihre Arbeit richtig gut, denn nach einigem Zögern machten doch Viele mit...es war ein höchst vergnüglicher Abend!


Meine Lieben, dies war mein Reisebericht der ersten 5 Tage unserer wundervollen Irlandreise...
Teil II - von Tag 6 bis Tag 10 erfolgt in Bälde!
Ihr dürft gespannt sein! Versprochen!



Habt bis dahin eine gute Zeit



Eure Heidi







21. September 2017

Endlich! Die Gewinner stehen fest!


Ja, meine Lieben,
es ist endlich so weit. Ich bin wieder zurück...
Eigentlich ja schon seit einigen Tagen...
Aber kaum Zuhause, hat mich eine Grippeerkrankung ziemlich lahm gelegt...
So langsam bin ich aber wieder auf dem aufsteigenden Ast...

Und da kann ich es nicht verantworten Euch noch länger warten zu lassen.
Denn wie bereits hier vermeldet, hat mir der Burda Verlag dankenswerterweise 10 Exemplare dieses wunderschönen Sonderhefts zukommen lassen,
das ich unter Euch verlosen darf...






Und das sind die Gewinnerinnen:

Birgit mit ihrem Blog Sunnys Haus
Tina mit ihrem Blog Tina vom Dorf
Elke von Ein kleiner Blog
Nova mit ihrem Blog Alles rund um Teneriffa
Birgitt mit ihrem Blog Erfreulichkeiten 
Traudi mit ihrem Blog Gartendrossel
 Kirsi mit ihrem Blog Kirsi schreibt:
Katja, die anonym geschrieben hat 
Urte mit ihrem  Blog Elfenrosengarten


Zuerst einmal allen Gewinnerinnen meinen ganz herzlichen Glückwunsch!!!


Jetzt brauche ich allerdings noch Eure postalischen Anschriften,
damit ich Euch Eure Spezialhefte von "Mein schöner Garten" auch 
zustellen kann.

Sendet sie mir bitte an meine E-Mail Adresse:
heidisgarten@gmail.com

Sobald mir Eure Adressen vorliegen geht auch schon die Post an Euch ab!


Bis dahin alles Liebe


Eure Heidi





Jetzt zu meinen lieben Leserinnen und Lesern, die dieses Mal nicht gewonnen haben...
Seid nicht traurig. Es wird wieder eine Verlosung geben (schon im nächsten Post...),
 und dann habt IHR vielleicht Glück!

Und ganz zum Schluss lüfte ich noch ein kleines Geheimnis:
Ich war auf einer Studienreise in Irland und ich habe Euch von dort so viele
wundervollen Eindrücke und Erlebnisse mitgebracht...

...und ein kleines Give-away...


Ich freue mich, mit Euch meine Begeisterung für diese Insel ganz bald teilen zu dürfen, 
denn es war einfach umwerfend!!!...und hat meine Erwartungen mehr als erfüllt!!! 
Sobald ich wieder fitter bin, werde ich Euch hoch beeindruckende Landschaften 
und noch so viel mehr zeigen...


Habt bis dahin eine gute Zeit und bleibt gesund!!!

Eure Heidi








2. September 2017

Augustcollage und Blümchen für Holunderblütchen


Meine Lieben,

ich kann ja jetzt (Dank meines Sohnes) auch Collagen  anfertigen. Und so werde ich nun auch bei der lieben Birgitt  und ihrem Monatsrückblick mitmachen können...
Das ist so eine schöne Idee. Angeschaut habe ich mir Eure Collagen bei ihr schon oft, und jetzt darf ich Euch meine für den August präsentieren - tata...




Es ist Sommer , und was für einer!!! Bei uns hatte es viele Tage weit über 30°, das war schon fast zuviel des Guten...Da hieß es auch täglich Wasser marsch, denn ich konnte nicht zusehen, wie all die Pracht zusehends unter Durst litt!!! Es grünt und blüht wahrlich in jeder Ecke und bei der Üppigkeit kann man es sich dann auch erlauben einige Blumen für die Vase zu schneiden...

Dann machten wir Kräutergelee, eine wundervolle Tagesfahrt zum Blumenmarkt nach Maikammer und St. Martin,  es gab reichen Erntesegen im Beerenreich und eine leckere Brombeertorte. Das Fernsehen war wieder zu Gast in unserem Garten, und diesmal ging es um die Vermehrung geliebter Pflanzen durch Stecklinge. Ein weiteres Highlight für mich persönlich war die Ehre, dass mein Blog in der Gartenzeitschrift  "Mein schöner Garten Spezial"  vorgestellt wurde.

Rückwirkend kann ich sagen, der August 2017 war ein richtiger Sommermonat mit vielen Highlights.




Diesen Vasenkorb kennt Ihr ja schon von hier...



Er ist so praktisch. Man kann mit relativ wenig Blüten eine kleine Blütenlandschaft zaubern...




Ich war kurz an der Saar, weil ich einige Goldruten brauchte...




...dabei habe ich mir auf die Schnelle noch ein paar andere Blüten mitgebracht...




Die Brombeeren und die Fette Henne sind allerdings aus unserem Garten. 




 

Eine relativ kleine Rispenhortensie und Weihrauch haben sich auch noch aus dem Garten 
in diesen Sommer-Strauß gemogelt...




Auf der Terrasse  macht er sich richtig gut. 




Egal zu welchen Anlass wir hier sitzen, bunten Blüten erfreuen immer wieder das Auge...
und, sie heben die Stimmung (wenn das denn notwendig sein sollte...)




So, meine Lieben,
jetzt verabschiede ich mich für ca. 14 Tage von Euch...
Es geht in den Urlaub...
Wohin? Wird noch nicht verraten!!!
Nur so viel: Ich werde Euch viel zu berichten und zu zeigen haben...

Habt eine Gute Zeit! Passt gut auf Euch auf!
...und fühlt Euch gedrückt!!!


Alles Liebe

Heidi






Dieser Post wird auch noch verlinkt mit

Wir hatten uns um den Keisumweltpreis beworben...






Meine Lieben,

jetzt zeige ich Euch unseren Schulgarten in WadgassenSchaffhausen in seinen Anfängen 
und wie er sich zur Zeit der Bewerbung dargestellt hat...

Leider haben wir vom Urzustand wieder einmal keine Bilder gemacht...Es ist aber auch zu bl...
Da steckt man bis zum Hals in der Arbeit und vergisst dabei die Dokumentation...
Na, nicht mehr zu ändern...Jetzt müßt Ihr Euch die vielen wilden, mannshohen, dornenreichen Brombeeren einfach vorstellen...Bei der oberirdischen Beseitigung hat uns übrigens der Hausmeister sehr geholfen: Nochmals vielen Dank auch  von hier aus!!!

Und jetzt schaut einfach hin:




Ein Garten entwickelt sich...

 Dafür haben wir alle zusammen ganz schön "geackert"!!! Wir, das sind an erster Stelle die Kinder, die Lehrerinnen, der Hausmeister, Herr O. (ein ganz engagierter und jederzeit hilfsbereiter Papa einer ehemaligen Schülern dieser Schule) und ich...

Massiv unterstützt wurden wir noch von der Gemeindeverwaltung.
 Auch hier unseren ganz herzlichen Dank!
So bekamen wir Erde, Rindenmulch und die großen runden Holzpfähle (zur Beetabgrenzung)
von unserer Gemeindeverwaltung gestiftet!
All diese Dinge wurden mit einem LKW angefahren. Dieser musste seine Fracht allerdings außerhalb des Schulgartengeländes abladen, da zum Garten selbst eine Treppe führt... 

Ihr könnt Euch sicher vorstellen, was das für eine "Murkserei" war, bis alles an Ort und Stelle war...





Die Kinder waren voller Begeisterung dabei. Und da sich so viele für die Garten AG gemeldet hatten, haben die Lehrerinnen mit ihrem Rektor beschlossen, dass alle Klassen im wöchentlichen Wechsel für den Garten zuständig waren...und sind!




Unsere Erbsen, die die Kinder erstmal als Bohnen ausgeschildert hatten...
Jetzt würde das nicht mehr passieren...! Genauso mussten sie natürlich lernen, Erbsenpflänzchen von Wildkräutern zu unterscheiden...da wurde anfänglich noch so manches Erbsenpflänzchen ausgerupft...auch da sind die Kinder mittlerweile richtige Profis geworden!
Ab und zu durften sie natürlich auch erste reife Schoten ernten und die zarten, süßen Erbsen direkt im Garten naschen...Die Vorfreude auf die große Ernte war somit garantiert!




Setzkartoffeln brachte Herr O. mit - sie entwickelten sich unter der Pflege der Kinder ganz prächtig!




 Unser Kräuterbeet bestückt mit gekauften Pflanzen, mit selbst aus Stecklingen gewonnenen und mit aus Samen gezogenen Pflanzen...

Die Kräuter mit sehr starkem Ausbreitungsdrang, wie z. B. die Minzearten mit ihren Rhizomen oder die Zitronen-Melisse haben wir in große Töpfe gepflanzt.




Und so fanstastisch hat sich unser Salat entwickelt. Schnecken gibts hier bislang keine - 
welch ein Glück! Und jetzt schaut Euch einmal diese Riesen-Salatköpfe an!!!
Die Kinder waren soooooo stolz! ...und das zu Recht!





Natürlich haben wir nicht nur an uns und unsere Ernte gedacht. Die Kinder haben sehr schnell begriffen, wie wichtig Bestäuberinsekten sind. Und genau so schnell war ihnen verständlich zu machen, dass jeder von uns eine ganze Menge für diese großartigen Helfer tun kann...
So hat Herr O. mit den Kindern Insektenhotels gebaut...Mit Riesenbegeisterung haben sie gebohrt, gefeilt und geschliffen...
Das "Marienkäferhochhaus" und die Spaliere hat mein Mann gefertigt...




Wir haben entlang der Turnhallenwand ein schmales Beet als Bienen- und Insektenweide angelegt.
Das hat sooo herrlich geblüht und tut es immer noch. Da ist ein Geschwirre, Gesummse und gebrummse, das es eine Freude ist!!!
Auch damit lernen die Kinder  (vor allem die Mädels...) umgehen. Einige hatten zunächst nicht wenig Furcht, sie könnten gestochen werden...Auch da sind wir auf einem guten Weg!

Nistkästen (gekauft) und Schmetterlingsfutterstellen (selbst hergestellt) haben wir an 
unseren  Spalieren aufgehängt...



 An einem Spalier steht eine Tayberry (von mir gezogen) und an dem anderen eine Rebe, die uns schon im nächsten Jahr die ersten blauen, kernlosen Trauben mit ganz dünner Haut bringen soll...
Ihr Wuchs bis jetzt ist ganz enorm. Aber dafür haben wir auch sehr viel getan. Denn der Boden, wo wir sie hinsetzen mussten, bestand aus Sand, Steinen und diversem Bauschutt...So hoben die Kinder unter Mithilfe ein richtig großes und tiefes Pflanzloch aus. Das füllten wir dann mit guter Erde und Kompost aus meinem Garten. Und dort hinein kam unsere kleine Rebe. Sie dankt diese Extra-Behandlung mit vulminantem gesundem Wuchs.




Noch so ein "Oschi"! Das ist ein Radieschen - oder wohl eher eine dicke rote Rübe...
(zum Größenvergleich der Pflanztopf daneben...)
Wir wollten dieses Radieschen zum Blühen bringen um dann selbst Samen ernten zu können.
Das gelang und auch ganz prima, bis dieses arme Radieschen  einer etwas wilden 
"Bodenlockerungs-Hack-Aktion" zum Opfer fiel...
Wird jetzt nichts mit dem eigenen Samen - dann halt nächstes Jahr!




Was aus kleinen, echt mickrigen, schon leicht vergeilten (weil zu warm und zu dunkel im Flur der Schule stehend)  Tomatenpflänzchen (von den Kindern aus Samen selbst gezogen) doch noch werden kann...zeigt die Super-Teil-Ernte hier...

Und im Kunstunterricht war unser Schulgarten auch immer wieder einmal Thema.
Schaut Euch nur das originelle Tomaten-Pflanzschild an...! Super! Oder?!!

Übrigens, die Gehwegplatten auf Bild 1 hatten unsere starken Jungs aus der 4 mit Herrn O. 
beim Entfernen der Brombeer-Wurzeln 
mit ausgebuddelt...und einiges an Steinen, Styropor u. ä. mehr...
Für diese Platten waren wir dankbbar, und so nahmen wir sie gleich als Trittsteine...





Die Gurken und Zucchini-Pflänzchen waren anfänglich auch große Sorgenkinder. Die Bedingungen unter denen sie im Schulhaus gewachsen waren, waren einfach nicht optimal. Sie waren soooo zart und sooo hell im Blattgrün, von Widerstandskraft keine Spur!!! Was haben wir die betüdelt...
Aber guckt selbst - das ist doch eine Pracht geworden!!!




Zum Schluss noch eine Pflanze, die kein Kind kannte: die Topinambur.
Da ich sie im Garten hatte, habe ich extra Saatknollen aufgehoben. Die Kinder haben sie in den gut vorbereiteten Boden gesetzt. Zuvor habe ich Ihnen natürlich noch erklärt, was aus diesen Knollen wachsen wird: oberirisch, mindestens so hoch wie ihre Lehrerin oder wie Herr O., eine stattliche Pflanze mit kleinen "Sonnenblumen", und unteririsch etwas skurrile Knollen, die ähnlich wie Kartoffeln zubereitet werden. Ich habe ihnen weiter erklärt, dass diese Topinambur auch oft "Diabetiker-Kartoffel" genannt wird, weil sie für Zuckerkranke das nahezu perfekte Lebensmittel ist.
Erstaunlicherweise wussten einige der Kinder (es handelt sich hier immerhin erst um Erst- bis Viertklässler!!!) mit Diabetes etwas anzufangen...Da gab es eine Oma oder ein Papa, der darunter litt...und so haben wir kindgerecht auch dieses Thema besprochen. Die Kinder fragten mich noch diese Woche voller Ungeduld, wann wir endlich diese "Kartoffeln" mit dem komischen Namen ernten und zubereiten werden...
Ich habe sie vertröstet, denn wenn wir schöne Knollen haben wollen, sollten wir noch etwas warten...




 So, meine Lieben, das war jetzt doch wieder ausführlicher als anfänglich von mir geplant...
Jetzt wisst Ihr bestens Bescheid, was bei uns im Schulgarten so ab geht...
Ich hoffe, es hat Euch gefallen, 
und vielleicht ergibt sich ja für die/den ein oder andere/n die Möglichkeit so etwas ähnliches zu machen...irgendwann...
Ich kann Euch versichern, diese Zeit ist unglaublich gut genutzt!
Es bringt viel und macht soooo viel Freude  - ALLEN (zumindest fast...)




Schon wieder viel zu spät...Ich hatte mir doch vorgenommen, künftig zu gesitteten Zeiten 
schlafen zu gehen...Ach ja, die guten Vorsätze...


Egal! Ich werde dennoch eine neue Followerin ganz herzlich begrüßen!
Es ist die liebe Ulrike Schäfer-Zimmermann mit ihrem Blog  Ulrikes Smaating

 Sei mir ganz 
...und fühle Dich wohl bei mir!
Heidi



 Jetzt wünsche ich Euch Allen noch ein ganz tolles Wochenende.
Genießt es! Tankt Kraft und Freude!

Alles Liebe


Eure Heidi