7. Juni 2016

„Rettet die Bienen“ Buchvorstellung und Verlosung



Mein letzter Post handelt von Bienen- und Insektenweiden und der Sorge um unsere Bestäuber.  



Heute stelle ich Euch nun das Buch „Rettet die Bienen“  als geradezu logische Fortsetzung vor!








Dieses wunderbare av Buch aus dem Cadmos Verlag bringt uns unsere Bestäuber näher, wir lernen sie besser kennen und verstehen   u n d    im Idealfall lernen wir sie lieben!

   



Die Autorin  Inga R. Wulf, selbst eine engagierte Imkerin, möchte uns auf einem "bunten Bienenweg" mitnehmen. Sie berichtet auf sehr anschauliche Weise über unsere hiesigen Bienenarten. Das gelingt ihr so gut, dass die Lust selbst Imker/in zu werden bestimmt in nicht Wenigen erwachen wird! Selbstverständlich findet man in diesem Buch auch gleich die 1. Hilfestellungen hierzu.





Auch Ängste werden genommen. So erklärt die Autorin, dass z. B. die Stacheln von Wildbienen häufig nicht mal die menschliche Haut durchdringen können.
                                   

 


 Die Informationen über unsere Wildbienen sind hochinteressant. Mit diesem Wissen sind wir in
      der Lage die Bedürfnisse dieser unverzichtbaren Bestäuber wesentlich besser zu erfüllen.







Hier die Hosenbiene vor ihrem Nesteingang. Zwei Seiten weiter findet man verschiedene Bienenporträts, die viel über die Lebensweisen, das soziale Verhalten, die bevorzugten Brutstätten und die Unterscheidungsmerkmale der einzelnen Bienenarten  vermitteln. Schließlich will man ja wissen, wer im eigenen Garten zu Gast ist.




 Ein sehr wichtiges Kapitel ist den bienenfreundlichen Pflanzen, den sog. "Trachtpflanzen" gewidmet.
 Hier findet Ihr Tabellen von Blumenzwiebeln, Kletterpflanzen, Stauden, anderen Blühpflanzen, Gründünung, sowie Hecken und Bäumen, die uns neben den pflanzenspezifischen Merkmalen, Aufklärung geben über so wichtige Dinge wie Blütezeitpunkte und den  Pollen- und Nektargehalt. 

Wußtest Ihr z. B. dass Efeu mit der verzweigten, strauchförmigen Altersform ein Bienenparadies 
par excellence ist?





Gemüse und Kräuter sind super - nicht nur für uns Menschen! Auch die Bienen wissen diese Gewächse sehr zu schätzen, denn viele von ihnen sind ganz wunderbare Bienenweiden
 Kürbis und Gurken, blühender Lauch und Fenchel, um nur einige Beispiele zu nennen!

Alle zweijährigen Gemüsepflanzen wie Kohlsorten oder Möhren liefern Blüten im 2. Standjahr (Überschüssigen also einfach stehen lassen). Erbsen und Bohnen lagern nicht nur Stickstoff im Boden ein, sie haben auch einen Trachtwert. 
(Originaltextauszug siehe Seite 57)



 

In einem weiteren größeren Kapitel wird man an eine Vielzahl von möglichen Nisthilfen heran geführt.





 In diesem Kapitel wird schnell deutlich, dass die Schwierigkeiten darin liegen, einen künstlichen Lebensraum zu schaffen, der der Natur möglichst nahe kommt.





 Wie das zu bewerkstelligen ist, wird nachvollziehbar dargelegt. Dazu kommen noch weitere wertvolle Tipps! 





Wie dekorativ eine Nisthilfe für Insekten aussehen kann, ist hier unschwer zu erkennen!
Wer von uns hätte nicht gerne eine solch wundervolle Insekten-Wohnsiedlung?!!!




 

Auch das, macht das Buch deutlich:
Eigentlich kann fast JEDER etwas tun (sogar der Stadtmensch!) um unseren Bestäubern zu helfen!
Eine richtig gute Nachricht!  
Bienen und Bestäubung setzt man oft gleich mit dem ländlichen Raum. Dabei wird zu oft übersehen, wie viel Grün und wie viele Blüten auch in unseren Städten zu finden sind (s. Parks, Kleingartenanlagen, Friedhöfe, Alleen und die ungezählten, oftmals versteckten kleinen Hausgärten). Und selbst auf einem kleinen Balkon oder einer größeren Dachterrasse können mit "richtig" bepflanzten Kübeln Bienenweiden entstehen!

Hier die Abbildung einer Nachtviole - ein besonders leckeres Bienenangebot!





      Dass es bereits seit Jahrhunderten Bienengesetze gibt, wissen zumindest die Imker unter Euch.
             Heute geht es in den Gesetzen nicht nur um die Regelung bei Honigbienen, auch die
                                        Wildbienen sind mittlerweile gesetzlich geschützt!







        Den Abschluss dieses großartigen Buches machen etliche Hinweise auf die unterschiedlichsten
                                                         Projekte mit und für Bienen. 

             Die Ausrede: „Ich alleine kann nichts ausrichten!“ gilt spätestens ab diesem letzten  
                                                             Abschnitt nicht mehr!   

              Inga R. Wulf macht es uns allen leicht, etwas, oder sogar mehr, für die Bienen zu tun.







 Auf Seite 78/79 findet Ihr einmal das Register und ganz wichtige Internetadressen zum Thema.





 Diese Frage: Warum müssen wir die Bienen retten, ist spätestens nach dieser Lektüre beantwortet.



Einige wichtige Zahlen:
Schätzungen zufolge werden von den 100 Pflanzenarten, die über 90 Prozent der Ernährung der Menschen sicherstellen, 71 von Bienen bestäubt. In Europa zählen dazu 84 Prozent der 4.000 Gemüsearten und 264 Getreidearten, deren Ertrag zudem bis zu fünfmal höher ist als bei den Arten, die ohne Insekten auskommen. Hierzulande bestäuben die Bienen rund 80 Prozent der Nutz- und Wildpflanzen von der Karotte über die Äpfel bis hin zum Klee. Das macht die Biene zu einem wichtigen Nutztier. Das Umweltbundesamt bewertet sie sogar als drittwichtigstes Nutztier nach Rind und Schwein. 


  Der globale ökonomische Nutzen durch die Bestäubung von Agrarpflanzen ist unbestritten!
Hinzu kommt, dass wir ohne Bienen auch auf Honig verzichten müßten!



Aber da ist noch so viel mehr:
 Ein Großteil der biologischen Vielfalt (Biodiversität) sowie ihr Fortbestand ist stark von den Bienen abhängig – direkt und indirekt. Zum Einen tragen sie durch die Bestäubung dazu bei, dass sich Blütenpflanzen selbst erhalten. Zum anderen dienen viele Pflanzen, deren Bestand von der Bestäubung der Bienen abhängt, vielen Tierarten wiederum als Nahrung – zum Beipiel Rindern oder auch Feldhasen, die sich unter anderem von Klee ernähren. Außerdem ist die Biene selbst Teil der biologischen Vielfalt und allein deshalb schützenswert. 

(Und wir Gärtner/innen lieben unsere Bienchen!!!)


Albert Einstein formulierte es einmal so:  
"Wenn die Biene einmal von der Erde verschwindet, hat der Mensch nur noch 4 Jahre zu leben. 
Keine Biene mehr, keine Bestäubung mehr, keine Pflanze mehr, keine Tiere mehr,
kein Mensch mehr!"


 Aber so weit werden wir es nicht kommen lassen - da sind wir doch einer Meinung!?!!!




Dieses hier vorgestellte Buch könnt Ihr gewinnen. Der Verlag hat dankenswerterweise ein Exemplar zur Verfügung gestellt.  
  
Beantwortet nur hier unter diesem Post bis 26. Juni folgende Frage:

"Welche Bienenweiden hältst Du in Deinem Garten für unsere Bestäuber bereit?"




Jetzt wünsche ich Euch Allen ganz viel Glück!

 Eure Heidi







Kommentare:

  1. Liebe Heidi,
    oh, das hört sich sehr interessant an - da bin ich doch gerne bei der Verlosung dabei. Ich habe im Garten einen riesigen, uralten Efeu, der an unserer Pergola an der Garage wächst. So ein richtig alter, der immer viele Früchte ansetzt. Es ist immer absolut unglaublich, was da zur Blütezeit los ist *lach*. Ich muss immer darunter hindurch, wenn ich in meinen Gartenschuppen will - da löse ich dann immer ein Riesengesummse aus *kicher*. Schön hast Du das Buch vorgestellt!
    Liebe Grüße
    Anja

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  2. Bei mir im Garten wächst leider noch nicht allzu viel, aber mein Rasen ist voll von wilder Wicke, die blüht und das Summen, was man hier tagtäglich vernehmen kann, ist grandios. In meinem Minibeet habe ich bislang Prachtscharte, Knautia macedonia und Königskerze. Diese Pflanzen werden auch sehr gerne von den Bienen und Hummeln angenommen. Nächstes Jahr plane ich dann ein kleines Bienenparadies, habe schon eine Samenmischung mit Bienenblumen geschenkt bekommmen. Ich finde das Thema sehr wichtig, denn ohne diese fleißigen Helfer gäbe es soviel leckeres Obst und Gemüse überhaupt gar nicht.
    Liebe Grüße
    Annett S. aus Bonn

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  3. Liebe Heidi,
    was für ein schöner Beitrag.....
    Wie du warscheinlich mitbekommen hast habe ich einen Imker Zuhause....
    deshalb achten wir darauf das hier viel blüht, alleine letzten Herbst haben wir 1000 Krokusse gepflanzt für die Bienen.
    Sehr erschrenkend finde ich das die Bienen im Moment mehr nahrung in der Großstadt finden wie auf dem Lande.......
    Ich finde man kann echt viel über die Natur lernen von den Bienen.....
    Nur das Imkern ist gar nicht so leicht, da ist es gut einen Mentor an der Seite zu haben.....
    Wir haben unsere Bienen ja gerade im Nachbarort stehen gehabt wo es noch Raps gibt, leider gibt es immer mehr Maisfelder.....
    Demnächst gibt es eine Post über Rapshonig bei mir.....das wäre doch was für dich....
    Ein tolles Buch, gerne würde ich ins Lostöpfchen springen......
    Ganz liebe Grüße
    Jen

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  4. Liebe Heidi,
    vor kurzer Zeit habe ich ein Wildbienenseminar besucht, es war schön zu sehen, dass viel Gutes für die Bienen ganz einfach in jedem Garten wachsen kann. Bei mir summt und brummt es im Frühling in den Apfelbäumen und nun im Kräuterbeet- besonders der Thymian ist beliebt. Bald folgen die Ringelblumen.
    Ich wünsche dir eine schöne Woche. Herzliche Grüße
    Jo

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  5. Liebe Heidi,
    schön, dass du dich dieses Themas noch einmal so ausführlich annimmst.
    Es ist beängstigend, wieviele Bienevölker sterben. Man muss unbedingt
    was tun. Das scheint ein sehr interessantes Buch zu sein. Steht auf meiner Liste.
    Einen angenehmen Abend wünscht
    Irmi

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  6. Sehr Interessantes Thema wenn man sich damit beschäftigt. Danke für deinen Buchtipp.
    Schöne Woche noch und liebe GRÜße Jana.

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  7. Liebe Heidi,sehr gerne würde ich dieses Buch gewinnen vor allem auch wegen den schönen Insektenhotels die vorgestellt wurden,da wäre sicher auch eins für mich dabei zum nachmachen.
    LG.Renate ( Woidgarten )

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  8. Ohhh... so ein tolles Buch und ein wirklich wichtiges Thema.
    Dabei wäre es so einfach, die Bienen zu retten...wenn jeder mitmacht...
    Ich wünsche Dir ein wundervolles Wochenende,
    liebe Grüße
    Birgit

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  9. Ohjeh..."einfach nur" Bienenweidepflanzen aus meinem Garten aufzählen?
    Auf unseren 2000qm gibt es soooo viele.....Efeu, blühende Möhren, riesigen Fenchel, Nachtviole, Wasserdost, Blüten von Knoblauch, SchnittlaucH und weitere, etwa 20 Kräuter, die ich auch blühen lasse, dazu Apfel, Birnen, Pfirsich und Kirschbaum, Schneebeere, Erbsenstrauch, etwas Phacelia, Weiderich und viele weitere Stauden und Einjährige.
    Wir haben zwar sowieso ein Herz für die fleissigen kleinen Summer, aber über dieses tolle Buch, welches ganz bestimmt noch viele weitere, wissenswerte Informationen enthält, würde ich mich riesig freuen.

    Ein schönes Wochenende und danke für die ausführliche Buchvorstellung
    Gaby

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  10. Liebe Heidi,
    heute bin ich bei dir, weil mich dein Lächeln auf deinem Kommentarbild so angezogen hat...Ich wollte gerne sehen, welcher Blog zu dem strahlenden Menschen gehört.
    Dann hat es mir hier so gefallen, dass ich gerne geblieben bin um zu Schauen!!!
    Schön was du machst und zeigst!
    Und ich habe entdeckt, dass du auch eine ganz frische Bloggerin bist und so möchte ich dir noch ein verspätetes HERZLICH WILLKOMMEN IM BLOGGERLAND sagen!
    Hab weiter viel Freude dabei!!!

    Toll, dass du dieses Buch vorstellst, auch wenn ich keinen eigenen Garten habe würde ich auch gerne ins Lostöpfchen springen, wenn ich heute hier gelandet bin.
    Ich würde es mit Freude ansehen und es dann einer Gartenfreundin schenken, damit
    es seinen Sinn entfalten kann!!!Freude bekommen und Freude und Leben weiterschenken...

    Herzliche Grüße von Monika*

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    1. Astern, Sonnenhut, Gänsekresse, Sonnenröschen, Fingerhut, Lenzrosen,
      Anemonen, Thymian, Clematis,
      sind die Bienenweiden dort...
      herzliche Grüße Monika*

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  11. Da hört sich nach einem vielseitigen Buch an!
    Ich spring mal rein in den Lostopf!
    VG
    Elke

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  12. Liebe Heidi,
    neugierig geworden, wer mir so einen netten Kommentar schreibt, schaue
    ich gerne mal bei dir vorbei. Und *flupp* lande ich in eine wunderbare Buchverlosung.
    Natürlich gibt es in unserem Garten Bienenweidepflanzen. Im Frühjahr blüht die Mahonie, die mögen die Hummeln so gerne. Viele Viele Akeleien. Dann Katzenminze, einige ungefüllte Rosen, Geissbart. In einer kleinen Ecke stehen Brennessel und Taubnessel. Jetzt blüht der Fingerhut, später dann der wunderbare Strauchbasilikum, der Massen von Insekten anzieht. Wenn der Wein blüht summt es dort auch. Nicht zu vergessen, der Lavendel. Am Teich die Sumpfdotterblume und der Frauenmantel. Natürlich gibt es auch ein Insektenhotel, in dem im Frühjahr ganz schön Betrieb ist. Viele Minzesorten, die auch gerne von Bienen und Co. besucht werden. So nun hüpfe ich ins Lostöpfchen und drücke mir die Daumen.
    Herzliche Grüße Rita

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  13. Das scheint ein ganz spannendes Buch zu sein!
    Gerne stelle ich mich an für den Kostopf.
    Herzliche Grüße von Renate

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  14. Liebe Heidi,
    zufällig und gerade noch pünktlich zur Verlosung bin ich auf deinen tollen Blog gestoßen!
    Bei mir im Garten wachsen und blühen einige Leckereien für Bienen. Zum einen jede Menge Zierpflanzen, verschiedene Kräuter und Obstsorten (z.B. Bohnenkraut, Oregano, verschiedene Rhododendren, Stiefmütterchen, mehrere Lavendelarten, und und und) sowie Wildpflanzen (ein "Teppich" aus Klee, ein "Meer" aus Löwenzahn, Springkraut...)
    Ich plane, die Bienenpflege mit dem Bau eines Bienenhotels systematischer anzugehen - da käme das Buch genau richtig!

    Viele Grüße aus dem Ruhrgebiet!
    Katharina

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